Darwin und seine Theorie der natürlichen Selektion

11.02.17

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Charles Darwin

Den Charles Darwin ass den 12. Februar 1809 an England gebuer. Hien huet Medezin a Religiounswëssenschaften studéiert. Donieft huet hien sech enorm fir Zoologie, Botanik a Geologie interesséiert a sech iwwert d’Joeren grouss Kenntnisser an dëse Beräicher ugeeegent.

Expeditionsreise mit der MS Beagle

Am 27. Dezember 1831 begab sich Darwin auf eine Expeditionsreise rund um die Welt, um Tiere und Pflanzen zu studieren und zu katalogisieren. Auf dieser spektakulären fünfjährigen Reise auf dem Schiff MS Beagle konnte Darwin einen tiefen Einblick in die Artenvielfalt auf unserer Erde gewinnen. Die Frage, die ihn am meisten beschäftigte, war jene nach dem Ursprung dieser Artenvielfalt. Zu dieser Zeit war man weithin der Auffassung, dass Gott alle Lebewesen erschaffen habe; dies war für Darwin jedoch eine unzureichende Erklärung.

Die Theorie der natürlichen Evolution

Darwin stellte also eine eigene Theorie auf: die Evolutionstheorie.

Diese Theorie geht davon aus, dass alle Arten mehr Nachkommen produzieren als Ressourcen (Nahrung und Lebensraum) vorhanden sind. Somit können nicht alle Nachkommen bis zu dem Zeitpunkt überleben, zu dem sie sich selbst reproduzieren können. Die Nachkommen sind jedoch nicht alle gleich, sondern unterscheiden sich leicht voneinander. Im Konkurrenzkampf um die begrenzten Ressourcen überleben nur die Variationen, die über einen leichten Vorteil verfügen; die restlichen verschwinden. Darwin vergleicht diese natürliche Auslese mit der künstlichen Auswahl, welche die Bauern treffen, indem sie jedes Jahr den besten Samen von den besten Früchten nehmen, um diesen neu auszusäen. Daraus schlussfolgerte er, dass alle Arten (auch der Mensch) von einem einzigen Vorfahren abstammen. Die Theorie, dass Arten sich im Laufe der Zeit verändern, haben bereits andere Wissenschaftler vor Darwin vertreten.

Das Beispiel des langen Halses der Giraffe

Giraffen leben in der Savanne und fressen in der Hauptsache Blätter von Bäumen. Wenn nun in einer Giraffengeneration zufälligerweise ein paar Giraffen längere Hälse haben, verfügen diese über einen Vorteil gegenüber den anderen. Dadurch können Sie nämlich an die Blätter rankommen, die sich ganz oben in den Bäumen befinden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Blätter im unteren Teil des Baumes bereits gefressen wurden: Die Giraffen mit den kürzeren Hälsen verhungern, während die Giraffen mit längeren Hälsen überleben und sich fortpflanzen können. In der nächsten Generation gibt es infolgedessen mehr Giraffen, die ihren „langen Hals“ von ihren Eltern geerbt haben … Dies hat sich über Millionen von Jahren wiederholt: Es konnten sich immer die Giraffen besser durchsetzen, die einen langen Hals hatten und dadurch den „Kampf ums Überleben“ gewannen. So kommt es, dass Giraffen heute einen Hals von 2 bis 3 m haben (7 Wirbel von je 40 cm).

Dieser Artikel erschien im Science News 03/2009.

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Das Magazin Science News

Dieser Artikel erschien im Science News 03/2009. Science News ist ein Magazin für junge Leute von 11-18 Jahren und erscheint 5 Mal pro Jahr.


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