Musée Tudor

19.04.13

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Spannungsgeladen: Erhellendes zu Leben und Werk Henri Tudors

In Rosport fließt nicht nur (Mineral)Wasser. In der Gemeinde im Osten Luxemburgs hat auch der elektrische Strom in großem Stile zu fließen gelernt. Zu danken ist dies Henri Tudor, der hier vor über 130 Jahren einen neuartigen Akkumulator, also ein Speichergerät für Strom erfand. Akkumulatoren gab es damals bereits, jedoch waren diese wenig leistungsfähig.

Die Erfindung Tudors ermöglichte es, deutlich mehr Strom zu speichern, und das über einen längeren Zeitraum. Damit wurde Strom in großem Stile nutzbar, und in der Folgezeit wichen die Gaslaternen, die bis dahin die Städte beleuchteten, elektrischem Licht.

Leben und Werk eines leidenschaftlichen Forschers

In die Welt von Henri Tudor kann man im gleichnamigen Museum in Rosport eintauchen. Man dringt hier sogar in die gute Stube des Erfinders ein, in der man auch seine Zeitung lesen kann. Denn das Museum wurde in Tudors ehemaligem Wohnhaus eingerichtet.

Die Dauerausstellung gibt einen Einblick in das Leben eines leidenschaftlichen Tüftlers, dessen Erfindung half, die Welt in ein neues Licht zu tauchen. Diese Leidenschaft, so kann man in Rosport lernen, machte aus dem Forschungs-Pionier schließlich auch einen erfolgreichen Geschäftsmann - der zu Beginn der Ausstellung übrigens höchst selbst zu den Besuchern spricht.

Neugierig geworden? Dann auf nach Rosport. Denn was hier steht, ist nur eine sehr kurze Version der Geschichte.

Das Highlight

Das Musée Henri Tudor bietet auch ein spezielles Angebot für Kinder und Jugendliche. In einer Führung können Schulklassen und Freizeitgruppen zum Beispiel lernen, was Wasser mit Elektrizität zu tun hat – denn seinen ersten Strom gewann Tudor in der elterlichen Wassermühle.

Auch den spielerischen – und dabei gänzlich ungefährlichen – Umgang mit Strom können Jungen und Mädchen in Rosport üben: Auf dem Programm steht zum Beispiel das Basteln eines eigenen Stoffkäfers mit leuchtender Nase.

Und was steht sonst noch an?

Auch an „normalen Tagen“ und jenseits des Angebots für Kinder- und Jugendgruppen lohnt sich ein Besuch in Rosport – für alle Altersklassen. Das Musée Tudor ist ein Museum zum Anfassen, in dem jeder selbst Strom erzeugen und damit danach das Licht anknipsen kann. Spannung im doppelten Sinne ist also garantiert – und wer möchte, der kann nach dem Besuch noch im mit seltenen Bäumen bestückten Garten entspannen.

Links

www.musee-tudor.lu

http://www.youtube.com/watch?v=Ld08cvBbYwI

 

Foto: ©Musée Tudor

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Infobox

Was ist das Musée Tudor?

Das Musée Tudor öffnete 2009 seine Pforten. Entsprechende Pläne gab es schon lange vorher, wurden jedoch immer wieder verworfen. Die lange Wartezeit hat sich jedoch ohne Zweifel gelohnt: Die Mischung aus Museum und Wissenschaftszentrum – wie sich das Musée Tudor selbst bezeichnet – macht die bahnbrechende Lebensleistung des Strompioniers mit allen Sinnen erlebbar.

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