Seltene Krankheiten: Ursachen erforschen, um Therapien zu entwickeln

02.07.14

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„Seltene Krankheiten wie etwa die Batten Krankheit betreffen oft nur einige hundert Menschen weltweit“, sagte Carole Linster. Allerdings seien mehr als 7.000 verschiedene solcher Krankheiten dokumentiert, so Linster: „Die meisten dieser Krankheiten sind kaum erforscht. Für die Betroffenen ist das eine schlimme Situation, weil es keine angemessene Therapie für ihr Leiden gibt.“

Wegen der großen Zahl verschiedener seltener Krankheiten ist die Gesamtzahl der Patienten hoch. So wird geschätzt, dass in der Europäischen Union etwa sechs bis acht Prozent der Bevölkerung oder mindestens 30 Millionen Menschen betroffen sind. Dies erklärt die Bedeutung von Carole Linsters Ansatz, die Ursachen seltener Krankheiten zu erforschen: Sie identifiziert und charakterisiert dafür mit ihrem Team Eiweißstoffe, so genannte Enzyme, deren Funktion im menschlichen Organismus bisher nicht bekannt ist.

„Erst wenn wir die Enzyme kennen, die mit an der Entstehung seltener Krankheiten beteiligt sind, können wir auch neue Therapien erforschen – und damit zahlreichen Menschen eine neue Perspektive bieten“, so Linster.

Private Unterstützung für die Forschung

Die Lions Clubs Esch-sur Alzette und Düsseldorf-Rhenania fördern die Forschung am Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxembourg: Ende Juni hat die LCSB-Wissenschaftlerin Dr. Carole Linster von Mitglieder der beiden Clubs einen Scheck über 10.000 Euro erhalten. Carole Linster wird das Geld für die Erforschung so genannter seltener Krankheiten einsetzen. „Wir freuen uns sehr über die großzügige Unterstützung unserer biomedizinischen Forschung und danken den beiden Lions Clubs dafür sehr“, sagte LCSB-Direktor Prof. Dr. Rudi Balling bei der feierlichen Scheckübergabe am 25. Juni.

Private Unterstützung für die Forschung in diesem Gebiet sei extrem wichtig, stellte die Forscherin fest, die am LCSB die Forschergruppe Enzymologie und Metabolismus leitet: „Damit wird die Grundlagenforschung gestärkt, die wichtig ist, um langfristig den Patienten wirksam helfen zu können.

© Photo : Michel Brumat / Université du Luxembourg

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Unterstützung für die Forschung

Seit Jahren unterstützten die Luxemburger Lions Clubs die Erforschung seltener Krankheiten. „Wir freuen uns sehr, dass Frau Dr. Linster in Luxemburg jetzt ein biomedizinisches Forschungsgruppe aufgebaut hat, das schwerpunktmäßig diese Krankheiten untersucht“, sagte Dany Krier, Präsident des Lions Club von Esch-sur-Alzette, in der Feierstunde: „Aus diesem Grund ist unser Club sehr stolz, die Arbeit von Dr. Linster mit unserer Spende unterstützen zu können."