Technoport: Luxemburgs erste Adresse für Technologie-Startups wird 20

03.07.18

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Technologie-Startups eine Heimat in Luxemburg geben. Das ist seit nunmehr 20 Jahren die Mission des Technoport. Im Juni 2018 feierte der auf Belval ansässige Inkubator Jubiläum.

Insgesamt bietet Technoport den jungen Unternehmen 16.000 qm Fläche. Büros stehen dabei ebenso zur Verfügung wie Produktionshallen, wobei letztere sich am zweiten Standort Foetz befinden. Insgesamt sind auf Belval bzw. in Foetz aktuell jeweils 20 Start-ups untergebracht, wobei diese sowohl mit Blick auf Branche und Produkte als auch in Sachen „Reifegrad“ nicht über einen Kamm zu scheren sind.  

Umfassende Palette: von ICT und IoT bis Raumfahrt

„Bei uns arbeiten neben lupenreinen Startups auch zunehmend ausländische Unternehmen, die in Luxemburg Forschung und Entwicklung betreiben“, unterstreicht Technoport-CEO Diego De Biasio die Vielseitigkeit seiner ‚Kunden: „Die Palette reicht von ICT und IoT über Materialforschung und Umwelttechnologie bis hin zu Raumfahrttechnik. Allen gemeinsam ist ein klarer Schwerpunkt auf Technologie und Innovation.“

Letzteres ist die Voraussetzung, um im Technoport aufgenommen zu werden. Wer die entsprechende Hürde einmal genommen hat, der kommt in den Genuss der Synergien eines dynamischen Innovations-Umfelds. Diego De Biasio: „Zu unseren Nachbarn auf Belval zählen die Universität, der FNR, Luxinnovation bzw. einige Forschungszentren. Viele der Akteure, die für das neue Luxemburg stehen, sind also direkt um die Ecke.“

Alle Phasen: Von der Idee zur Internationalisierung

Wichtig ist Diego De Biasio die Begleitung seiner Startups durch alle Phasen: „Wer noch in der Projektphase steckt, für den ist das Co-Working-Angebot interessant. Produktorientierte Unternehmen können auf unser FabLab zurückgreifen und mit Hilfe des Rapid-Prototyping Verfahren schnell vorankommen. Later-Stage-Startups können wir dank Tomorrow Street, einem Joint Venture mit Vodafone Procurement, international begleiten.“

Startups können also im Technoport systematisch wachsen. Aber auch der Inkubator selbst entwickelt sich stetig weiter. Diego De Biasio: „Noch in diesem Jahr ist die Eröffnung unseres Life Science Inkubator geplant, und für 2020 ist ein Automotive/Mobility Inkubator vorgesehen. Nach 20 Jahren sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir auf Spezialisierung setzen. So können wir unsere Startups und deren Innovationen noch besser unterstützen.“

Lokale Netzwerke: Private und öffentliche Partner

Hilfreich sind in diesem Zusammenhang auch Kooperationen mit lokalen Innovations-Treibern in Luxemburg: „Wir haben eine Reihe von Senior Partnern wie Paul Wurth InCub, aber auch Unternehmen wie dem Energielieferanten Enovos, potenziellen Investoren wie der Post und der Banque Internationale de Luxembourg bzw. mit öffentlichen Akteuren wie der Stadt Esch oder dem Centre National de l’Audiovisuel. In der Kategorie Silver Partner können wir auf die Unterstützung der Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat, der Handelskammer und von Agile Partner zählen.“

Autor: Sven Hauser
Bild: Technoport

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