CERATIZIT: Auf hartes Material kommt es an – und auf Forschung

06.02.15

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„Hard material matters“ – auf harte Materialen kommt es an: so lautet der Claim der CERATIZIT-Gruppe mit Hauptsitz in Mamer.

Gemeint ist damit vor allem Hartmetall, auf das es mit Blick auf leistungsstarke Produkte und Anwendungen in zahlreichen Bereichen „ankommt“. Dabei handelt es sich um einen Verbundwerkstoff, konkret: um eine Mischung aus Wolframkarbid (in der Regel über 90 Prozent) und dem Bindemittel Kobalt (bis zu 30 Prozent). Ersteres sorgt für die Härte und die Verschleißfestigkeit, letzteres für die Zähigkeit – zu Hartmetall wird das Ganze in der Hitze des sogenannten Sinterofens. Und weil CERATIZIT hier zu den weltweiten Topadressen gehört, ist es ein veritabler Marktführer, der da am Ortsrand von Mamer sein von den Einheimischen relativ unbehelligtes – aber dafür um so aktiveres – Dasein fristet. 

Zulieferer zahlreicher Branchen

Diese Diskrepanz zwischen Bedeutung und Beachtung hat vor allem damit zu tun, dass CERATIZIT ein klassischer Zulieferer ist, dessen Logo Konsumenten demnach nur ganz selten auf Endprodukten wiederfinden: Hartmetall, aber auch technische Keramiken oder die sogenannten Cermets – ein auf Titancarbonitrid basierender Werkstoff – kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Werkzeuge für die Automobilindustrie, Komponenten für zahnmedizinische Geräte und Bauteile für Unterhaltungselektronik sind nur drei von vielen Beispielen. Für diese, ebenso wie für eine Vielzahl von Maschinen und auch Alltagsgegenstände gilt: Auch wo nicht CERATIZIT draufsteht, ist dennoch CERATIZIT drin. So kommt fast die Hälfte der weltweit verwendeten Kugelschreiberkugeln aus dem Hause CERATIZIT.

Dass solch eine Erfolgsstory das Resultat jahrzehntelanger Arbeit ist, liegt auf der Hand (siehe Infobox), ebenso wie die Tatsache, dass sie ohne Forschung nicht möglich gewesen wäre. Deshalb bildet die Abteilung Research & Development auch das kreativ-innovative Rückgrat von CERATIZIT. Über 100 Mitarbeiter sind in diesem Bereich aktiv, 50 davon allein in Mamer. Ihr Ziel ist es, den Innovationstakt hoch zu halten, wobei das Unternehmen mehrere Schwerpunkte hat: Verschiedene Forschungs-Units, aufgeteilt nach Zielanwendungen, arbeiten daran, die Technologieführerschaft weiter auszubauen. Zudem gibt es eine auf Grundlagenforschung spezialisierte Abteilung, in der – ebenso wie in den anderen Units – sowohl am „lebenden Objekt“ als auch anhand von Computersimulationen geforscht wird.

Permanente Forschung

Geforscht wird bei CERATIZIT also ständig - und vor allem: zu vielem. Das Spektrum reicht von 30 mg leichten Stiften für Handys bis hin zu einem 750 kg schweren Werkzeug für die Diamantherstellung. Dabei entwickeln die Labors zum einen regelmäßig lupenreine Neuheiten, zum anderen werden aber auch bestehende Produkte in Kooperation mit Kunden oder Universitäten weiter verbessert – denn ein weltweit verzweigter Kundenstamm bedeutet nicht zuletzt auch weit verzweigte Ansprüche an die Produkte. 

Autor: Sven Hauser

Foto © Ceratizit

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Infobox

Innovationsstark: aktuell 600 Patente

CERATIZIT wurde 1931 als CERAMETAL gegründet. Den „neuen“ Namen trägt das Unternehmen seit der Fusion mit der österreichischen Firma Plansee Tizit im Jahr 2002. Rund 5200 Beschäftigte verteilen sich aktuell auf 24 Produktionsstandorte und rund 50 Vertriebsbüros weltweit; die Innovationskraft von CERATIZIT wird unter anderem von aktuell mehr als 600 Patenten nachhaltig dokumentiert. 


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