Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat in einer Onlinepetition mehr Dauerstellen für Daueraufgaben in der Wissenschaft gefordert. Die bisherigen Maßnahmen für bessere Beschäftigungsbedingungen hätten nur begrenzt gewirkt, teilte die GEW am Mittwoch mit. "Politik und Wissenschaftseinrichtungen müssen jetzt nachlegen", erklärte der stellvertretende GEW-Vorsitzende Andreas Keller.

Die Gewerkschaft fordert in der Petition, dass mindestens 50 Prozent des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals neben der Professur auf Dauerstellen beschäftigt werden sollten. Derzeit seien das an den Hochschulen nur 18 Prozent. Von den wissenschaftlichen Angestellten an den Universitäten betreffe das lediglich elf Prozent.

Darüber hinaus rief die Gewerkschaft dazu auf, die Grundfinanzierung der Hochschulen um 40 Prozent aufzustocken sowie wirksame Mitbestimmungsrechte und krisenfeste Hochschulen zu schaffen. Befristete Arbeitsverträge, Stipendien und Ausbildungsförderungen müssen in der Coronakrise nach Ansicht der GEW um die Zeit der pandemiebedingten Beeinträchtigungen verlängert werden, mindestens aber um zwölf Monate.