Russland hat ein neues Andock-Modul zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Die Sojus-Rakete mit dem Modul "Pritschal" ("Anlegeplatz") hob am Mittwoch vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab, wie auf Live-Bildern der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zu sehen war. Der Flug zur ISS soll zwei Tage dauern. "Pritschal" soll dann am Freitag automatisch am neuen russischen Labormodul "Nauka" ankoppeln.

Beim Andocken von "Nauka" an die ISS hatte es im Juli eine schwere Panne gegeben. Nachdem das Modul zunächst wie geplant angedockt hatte, zündeten ungeplant seine Triebwerke und brachten die gesamte Raumstation von ihrer Flugbahn ab.

Das 20 Tonnen schwere "Nauka"-Modul sollte ursprünglich schon 2007 zur ISS gebracht werden, der Start wurde aber immer wieder verschoben. "Nauka" ersetzt das "Pirs"-Modul, das 20 Jahre lang im Einsatz war. "Pirs" war im Juli von der ISS abgekoppelt worden und verglühte anschließend in der Erdatmosphäre. Seine Überreste fielen in den Pazifischen Ozean.