Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) findet es zugleich "sehr schwierig" und notwendig, in ihrem Bundesland die Einschränkungen bei Schulen und Kitas fortzusetzen. Beim Corona-Gipfel der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei über das Thema "heftig diskutiert" worden, "weil wir seit Wochen unseren Kindern und Schülern viel zumuten", sagte Schwesig am Dienstagabend in Schwerin. Wegen der neuen Virusmutanten sei aber noch mehr Vorsicht geboten.

Schwesig bedankte sich bei Erziehern und Lehrkräften für ihr Engagement. Sie betonte, dass nicht der Eindruck entstehen solle, dass allein Maßnahmen im Bereich von Bildung und Erziehung die Pandemie stoppen könnten. Bei ihnen dürfe nichts überstrapaziert werden. Wenn es klare Regeln für Kinder gebe, brauche es diese auch in der Arbeitswelt, sagte Schwesig. Sie habe Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bei seinem Vorhaben unterstützt, Arbeitgeber wo möglich zum Homeoffice-Angebot zu verpflichten.

In Mecklenburg-Vorpommern sind alle Jugendlichen ab der siebten Klasse im Distanzunterricht, Ausnahmen sind nur die Abschlussklassen. Für Grundschulen wurde die Präsenzpflicht aufgehoben. Eltern werden gebeten, ihre Kinder nur im Notfall in die Schulen zu schicken. Bund und Länder vereinbarten am Dienstag, die Schulen und Kitas grundsätzlich weitgehend bis zum 14. Februar geschlossen zu halten.