Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat seinen für Mittwoch geplanten Start der ersten privaten Mondlandefähre zum Mond um einen Tag verschoben. Eine Falcon-Rakete soll die Landefähre des japanischen Unternehmens Ispace nun am Donnerstag um 03.37 Uhr (09.37 Uhr MEZ) von Cape Canaveral in Florida aus ins All bringen, wie SpaceX am Mittwoch auf Twitter mitteilte. Demnach sollen noch einige Kontrollen vorgenommen werden.

Der Lander soll laut SpaceX im April 2023 auf der sichtbaren Seite des Mondes im Atlas-Krater aufsetzen. Die etwas mehr als zwei mal 2,5 Meter große Fähre hat den rund zehn Kilo schweren Rover "Rashid" an Bord, der von den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut wurde. Sollte die Mission gelingen, wäre "Rashid" die erste Mondmission der arabischen Welt.

Bislang ist es nur den USA, Russland und China gelungen, einen Roboter auf die Mondoberfläche zu bringen. Die Mission von Ispace ist die erste des Programms "Hakuto-R". "Wir haben in den sechs kurzen Jahren, seit wir 2016 mit der Konzeption dieses Projekts begannen, so viel erreicht", sagte Ispace-Chef Takeshi Hakamada.

Ziel des japanischen Unternehmens mit seinen 200 Mitarbeitern ist es nach eigenen Angaben, "die Sphäre des menschlichen Lebens in den Weltraum auszudehnen und eine nachhaltige Welt zu schaffen", indem es kostengünstige Transportdienste zum Mond anbietet.

Künftige Missionen sollen zum Artemis-Programm der Nasa beitragen, das neben einer Rückkehr des Menschen zum Mond langfristig auch die Reise zum Mars vorbereiten soll. Die US-Raumfahrtbehörde hat mehrere Unternehmen beauftragt, Lander zu entwickeln, um die Gerätschaften für wissenschaftliche Experimente zur Mondoberfläche zu bringen.