Lizzie & Nouga: Wirtschaft! - Warum ist Arbeit wichtig?

07.06.16

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Lizzie und Nouga sind bei Franz Clément, einem Wissenschaftler am Sozial- und Politikforschungszentrum Liser. Franz Clément forscht über Politik und Arbeit. Lizzie und Nouga wollen von ihm wissen, warum Arbeit überhaupt wichtig ist.

Franz Clément: Das ist eigentlich ganz einfach. Menschen werden für ihre Arbeit bezahlt. Denn sie machen mit ihrer Arbeit etwas, das andere Menschen brauchen und für das sie bezahlen. Jemand der zum Beispiel in einer Autofabrik arbeitet, baut ein Auto. Das Auto wird verkauft. Deshalb bekommt der Arbeiter Geld, mit dem er sich selbst wieder etwas kaufen kann.

Lizzie: Ah, ich verstehe. Mit dem Geld, mit dem das Auto bezahlt wird, wird dann die Arbeit bezahlt. Und damit kann der Arbeiter dann Lebensmittel kaufen, Schulsachen für seine Kinder oder auch in den Urlaub fahren? Dadurch verdienen dann auch wieder andere. Nennt man das dann Wirtschaft?

Franz Clément: Ganz genau. Früher gab es das auch schon. Damals wurden aber Dinge, die man haben oder abgeben wollte, getauscht: zum Beispiel eine Kuh gegen Holz oder Eier gegen Milch. Heute bezahlen wir mit Geld.

Nouga: Zum Beispiel den Eintritt zum Fußballspiel – da kann ich ja schlecht mit Eiern bezahlen. Aber warum kostet das überhaupt Geld? Ich bekomme dafür ja gar nichts und schaue bloß zu.

Franz Clément: Weil sie etwas machen, das dich so sehr interessiert, dass du bereit bist, dafür Geld zu bezahlen. Außerdem wollen die Fußballspieler ja auch bezahlt werden. Und natürlich auch all die anderen Menschen, die für und in einem Fußballverein arbeiten: die Trainer, der Platzwart, Ärzte und  auch die Ordner, die bei einem Spiel aufpassen, dass sich die Fans nicht streiten.

Lizzie: Also arbeiten die Menschen nur, um Geld zu verdienen?

Franz Clément: Im Grunde ja, aber Arbeit kann auch Spaß machen.

Autor: Sven Hauser, überarbeitet scienceRELATIONS
Illustration: Andy Genen

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