Luftballon-Experiment: Lasse eine "Plastikqualle" über einem Luftballon schweben!

15.06.18

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Für dieses Luftballon-Experiment brauchst Du kaum Material und bringst Erwachsene wie Jugendliche zum Staunen.

Durchführung

Schneide ein kleines, rechteckiges Stück aus einer dünnen Plastiktüte heraus (ca. 4 x 5 cm). Mache mehrere längliche Einschnitte fast bis zum Ende deines Rechtecks, so dass du eine Art Quaste mit ungefähr 5 mm breiten Streifen hast).

Reibe sowohl den Luftballon als auch die Quaste an deinen Haaren (jedoch nicht an der gleichen Stelle!). Halte den Luftballon mit der Seite, die du gerieben hast, nach oben. Wirf die Plastikquaste in die Luft und versuche sie oberhalb des Luftballons zu balancieren. Die Plastikquaste sollte über dem Luftballon schweben – bewegst du den Ballon nach oben, schwebt auch die Quaste weiter nach oben. 

Tipps

Versuche das Experiment mit einem Stück Plastik, in das du keine Streifen einschneidest. Das funktioniert auch. Die Quaste schwebt allerdings besser, da negative Ladungen sich an den Kanten und Enden eines Objektes ansammeln. Ein Objekt mit vielen Kanten kann mehr Ladungen tragen.

Aufgepasst – Badezimmer vermeiden: In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit funktioniert es nicht...

Prinzip

Jedes Material hat (+) positive und (-) negative Ladungen. Im Normalzustand gleichen sich die (+) und (-) Ladungen meist aus, das Material ist elektrisch neutral.

Durch Reibung werden aber die elektrischen Ladungen verschoben. Beim Reiben am Pulli oder deinen Haaren „stehlen“ Kunststoffe deren negative Ladungen und sind nun nicht mehr elektrisch neutral, sondern (-) negativ geladen, während deine Haare und dein Pulli (+) positiv geladen sind. Darum zieht der Luftballon jetzt auch deine Haare an, denn (+) und (-) wollen wieder zusammenkommen. (-) und (-) hingegen stoßen sich ab. Genau deshalb wollen Luftballon und Plastikqualle nichts miteinander zu tun haben, denn sie sind beide(-)  negativ geladen.

Alltag

Wenn beim Kämmen deine Haare knistern, geschieht etwas ganz ähnliches: In diesem Fall ist der Kamm der Elektronen-„Dieb“. Auch die kleinen Stromstöße, die du vielleicht schon manchmal beim Schließen der Autotür oder beim Streicheln einer Katze bekommen hast, haben mit dem Verschieben von elektrischen Ladungen zu tun. Sie treten besonders häufig im Winter auf, weil Heizungsluft besonders trocken ist. 

Text: Joseph Rodesch (FNR), Liza Glesener
Foto: Frank Meiers

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Infobox

Material

- Plastiktüte

- Luftballon

- Schere

Zeitaufwand

gering


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