Moderne Kommunikationsmittel: Wie können Radiofrequenzen effizienter genutzt werden?

26.02.16

SnTDiesen Artikel drucken

Der Bedarf an Radiofrequenzen steigt stetig, es sind aber kaum noch welche frei. Shree Krishna forscht daran, dass Smartphones oder Social Media auch in Zukunft noch genutzt werden können.

Radiofrequenzen werden genutzt, um Informationen von einer Person an einem Ort zu einer anderen Person an einem anderen Ort zu transportieren. Es handelt sich um elektromagnetische Frequenzen mit einer Oszillationsrate zwischen 3 kHz und 300 GHz. Sie werden für viele alltägliche Kommunikationsmittel gebraucht, z.B. für Fernseher oder Smartphones. Da immer mehr Geräte auf den Markt kommen und immer mehr kommuniziert wird, entsteht ein Problem: Die verfügbaren Radiofrequenzen werden immer seltener. Telekommunikationsbetreiber zahlen mittlerweile enorme Summen, um kleine Radiofrequenzbereiche zu erwerben.

Shree Krishna forscht daran, Radiofrequenzen effizienter zu nutzen. Um dieses Problem zu lösen bedient er sich der sogenannten "Cognitive Radio technology".

Was sind die Hauptziele seiner Forschung?

"Das erste Ziel ist es, noch freie Frequenzen im Spektrum zu finden, die bereits dem Lizenzsystem zugewiesen wurden. Das zweite Ziel ist dann, dieselben Frequenzen unter mehreren Benutzern aufzuteilen", sagt Shree Krishna.

Für seine Forschungsarbeit, die mit einem FNR Award 2015 ausgezeichnet wurde, hat Shree Krishna außerdem mit dem luxemburgischen satellitenbetreiber SES zusammengearbeitet. Mehr Infos dazu im Video.

FNR Awards 2016: Anmeldungen noch bis zum 15. März 2016

Sind Sie Forscher oder Wissenschaftsvermittler und haben ein gutes Forschungs- oder Wissenschaftsvermittlungs-Projekt abgeschlossen? Dann melden Sie sich hier.

Autor: Jean-Paul Bertemes (FNR), Shree Krishna Sharma (SnT)
Video production: Moast
 

Auch in dieser Rubrik

Wie trainieren Roboter für eine Fußball-Weltmeisterschaft?

20.03.17 Im Juli findet in Japan die RoboCup-WM statt. Dafür qualifiziert hat sich auch das Team Luxembourg United der Uni, bestehend aus 8 humanoiden NAO-Robotern. > Ganzen Artikel lesen

Universität Luxemburg erhält sehr gute Noten für die Forschung

27.02.17 Bei der dritten externen Evaluierung der Uni Luxemburg wurde erstmals die Forschung unter die Lupe genommen. > Ganzen Artikel lesen

Mehr als nur durchblicken: Piezoelektrische Anwendungen auf Glas

16.02.17 Entweder es ist durchsichtig oder es leitet Strom - beides geht nicht. Oder doch? Materialforscher am LIST arbeiten an der Antwort und ihrer Anwendung. > Ganzen Artikel lesen

Neue Standards in der Bioinformatik machen biologische Experimente nachvollziehbar – überall und jederzeit

15.02.17 Forscher der Uni Luxemburg haben das Werkzeug IMP entwickelt, mit dem sich die Auswertung biologischer und biomedizinischer Experimente wiederholen lässt. > Ganzen Artikel lesen

Neuer Algorithmus „Equihash“: Gleicher Zugang zu Digitalen Währungen für alle

09.02.17 Wissenschaftler der Universität Luxemburg haben einen für so genannte Kryptowährungen wichtigen Algorithmus entwickelt. Sein Name: Equihash. > Ganzen Artikel lesen

Infobox

FNR Award for Outstanding PhD Thesis 2015

Shree Krishna Sharma vom SnT der Universität Luxemburg erhielt die Auszeichnung für seine Doktorarbeit mit dem Titel “Interweave/Underlay Cognitive Radio Techniques and Applications in Satellite communication Systems”