Lizzie & Nouga: Urzeit! - Lizzie und Nouga helfen beim Ausgraben

04.06.13

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Lizzie und Nouga haben in einem alten Steinbruch einen tollen Fund gemacht – Knochen eines Fischsauriers. Die Paläontologen Robert Weis und Alain Faber vom Naturhistorischen Museum sind gekommen, um die Fundstelle genauer zu untersuchen.

Die Wissenschaftler haben Hammer und Meißel dabei und beginnen vorsichtig, das Gestein um den Knochen herum zu lockern. Dabei tragen sie Lederhandschuhe zum Schutz der Hände, eine Schutzbrille gegen Steinsplitter und einen Helm.

Lizzie: Gehen die Knochen nicht kaputt, wenn wir mit Hammer und Meißel klopfen?

Alain Faber: Wir müssen gut aufpassen und lieber weniger als zu viel Stein abtragen. Aber ohne Hammer und Meißel bekommen wir den harten Stein ringherum nicht durchbrochen.

Langsam, aber sicher haben sie einen ganzen Brocken aus dem Stein herausgeschlagen. Nun erkennt man etwas besser, was Lizzie gefunden hat.

Nouga: Das ist ja ein Kopf!

Alain Faber nickt. Das ist ein erstaunlicher Fund.

Er fotografiert die Stelle, macht sich einige Notizen und umwickelt schließlich den Gesteinsbrocken mit den fossilen Knochen in Zeitungspapier. Dann legt er ihn vorsichtig zum Transport in eine Kiste.

Alain Faber: Wir werden diese Knochen nun im Labor genauer analysieren.

Nouga: Wissen sie schon, welcher Saurier das ist?

Robert Weis: Nein. Wir sehen bloß, dass es sich um einen Fischsaurier handelt. Das siehst du an der Form des Kopfes. Um zu wissen, welcher es genau ist, müssen wir einen Spezialisten rufen. Aber vorerst müssen wir schauen, ob wir nicht noch mehr finden. Kommt, ihr könnt uns ein wenig beim Ausgraben helfen.

Das lassen sich Lizzie und Nouga nicht zweimal sagen. Tatsächlich finden sie auch noch fossile Muschelreste. Die beiden Paläontologen erklären ihnen, dass dort, wo sie sich befinden vor vielen Millionen Jahren ein Meer gewesen ist.

Robert Weis zeigt ihnen einen weiteren Fund.

Es ist eine keilförmige Versteinerung, aus der etwas herauszuragen scheint, ein Belemnit. Belemniten sind Verwandte der heutigen Tintenfische.

Nouga: Wow, die sehen aber krass aus. Ich habe noch etwas gefunden, schaut mal. Das sieht aus wie ein Wirbelknochen.

Alain Faber schaut sich den Knochen näher an.

Alain Faber: Ja, stimmt, das ist ein Wirbel. Und er liegt in derselben Bodenschicht wie der Kopf. Es kann also sein, dass er von demselben Tier stammt.

Am Ende des Tages haben Lizzie, Nouga und die beiden Wissenschaftler insgesamt vier Knochen gefunden und ein paar andere Fossilien.

Die Wissenschaftler machen letzte Notizen und räumen auf.

Lizzie: Können wir morgen kommen, um zu sehen was sie mit den Knochen machen?

Robert Weis: Gern. Kommt morgen in unser Labor und wir zeigen euch, wie wir die Knochen präparieren.

Autor: Jean-Paul Bertemes, überarbeitet: scienceRELATIONS
Illustration: Andy Genen

Foto: Shutterstock - NG Yin Chern

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Stenopterygius quadriscissus

Stenopterygius quadriscissus war ein Fischsaurier (Ichthyosauria). Ichthyosauria heißt wörtlich übersetzt „Fischechse“. Er lebte im Schelfbecken des Jurameeres in Nordwest- und Zentraleuropa. Forscher nennen das Gestein, in denen sie die Fossilien finden auch Posidonienschiefer. Es kommt in England, Frankreich, Luxemburg, Deutschland und in der Schweiz vor. Stenopterygius quadriscissus lebte im unteren bis mittleren Jura, also vor etwa 190 bis 171 Millionen Jahren. Die Ichthyosaurier sind vor dem Ende der Kreidezeit ausgestorben, also noch vor den Dinosauriern auf dem Land.

Wie entstehen Fossilien?

Was ist wichtig bei Ausgrabungen?


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