Ein kleines Fläschchen von im Weltall gebrautem Sake ist in Japan für umgerechnet fast 600.000 Euro verkauft worden.

Ein kleines Fläschchen von im Weltall gebrautem Sake ist in Japan für umgerechnet fast 600.000 Euro verkauft worden.

Ein kleines Fläschchen von im Weltall gebrautem Sake ist in Japan für umgerechnet fast 600.000 Euro verkauft worden. Die Sake-Brauerei Dassai entwickelte gemeinsam mit dem Raumfahrt- und Technikunternehmen Mitsubishi Heavy Industries spezielle Brauausrüstung und schickte sie zusammen mit den notwendigen Zutaten zur Internationalen Raumstation ISS, wie beide Unternehmen berichteten.

Im November fand der Fermentationsprozess an Bord der ISS unter Bedingungen statt, die die Schwerkraft auf dem Mond simulierten. Anschließend wurde die Maische im Februar zurück zur Erde gebracht und dort zu 116 Milliliter Sake-Wein verarbeitet. 100 Milliliter davon wurden in ein Fläschchen abgefüllt und gingen nun für 110 Millionen Yen (587.000 Euro) an einen anonymen Käufer. Die übrigen 16 Milliliter wurden für Kostproben genutzt.

Der Weltraum-Sake habe "eine deutliche Säure" und einen "gut ausbalancierten und robusten Sake-Geschmack", sagte eine Dassai-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Der Versuch habe bewiesen, "dass Sake-Produktion selbst unter Bedingungen der Mond-Schwerkraft möglich ist", erklärten die beiden an dem Projekt beteiligten Unternehmen.

Dassai plant nach eigenen Angaben bis 2050 den Bau einer Sake-Brauerei auf dem Mond. Ziel sei es, "die Lebensqualität für künftige Mond-Bewohner zu verbessern".