"Fuchs mit weißer Brust": Archäologen in Guatemala haben mit der Entschlüsselung von Wandzeichen aus Ruinen der Maya erstmals den vollständigen Namen eines Astronomen und Mathematikers der einstigen Zivilisation ermittelt.

"Fuchs mit weißer Brust": Archäologen in Guatemala haben mit der Entschlüsselung von Wandzeichen aus Ruinen der Maya erstmals den vollständigen Namen eines Astronomen und Mathematikers der einstigen Zivilisation ermittelt.

"Fuchs mit weißer Brust": Archäologen in Guatemala haben mit der Entschlüsselung von Wandzeichen aus Ruinen der Maya erstmals den vollständigen Namen eines Astronomen und Mathematikers der einstigen Zivilisation ermittelt. Experten sei es gelungen, Wandsymbole der archäologischen Stätte San Bartolo-Xultún zu transkribieren, teilte das Kulturministerium am Montag mit. Die Maya-Stätte stammt aus der Zeit 400 vor Christus bis 900 nach Christus und befindet sich in der Nähe der mexikanischen Grenze.

Die Wissenschaftler hätten in Xultún eine "vollständige mathematische und astronomische Formel" entdeckt, sagte Kulturminister Luis Méndez auf einer Pressekonferenz. Der Verfasser sei Sak Tahn Waax gewesen, was mit "Fuchs mit weißer Brust" übersetzt werden könne.

Der Minister betonte, es handele sich aktuell um die einzige Arbeit, die einem Mathematiker aus der Phase der Maya-Klassik zugeordnet werden könne, die von 250 bis 900 nach Christus anhielt und als Blütezeit der Zivilisation gilt.

Die Entdeckung sei möglich gemacht worden durch die epigraphische Analyse von mehr als 50 mathematischen und astronomischen Mikrotexten, die auf die Wand geschrieben worden seien, teilte das Kulturministerium mit.

Die Glyphen würden gezeigt "in einem Kontext, in dem Kunst verflochten wurde mit Wissenschaft, Mathematik, Astronomie und dem alltäglichen Leben", betonte Méndez.

Der Untergang der Maya-Kultur begann gegen 900 nach Christus mit dem Übergang in die Postklassik und endete mit der Ankunft der spanischen Eroberer in Mittelamerika.