Nach über einem Jahrzehnt im All und der erfolgreichen Verortung von fast zwei Milliarden Himmelskörpern in der Milchstraße hat die Europäische Weltraumagentur ESA die Mission des europäischen Weltraumteleskops Gaia beendet.

Nach über einem Jahrzehnt im All und der erfolgreichen Verortung von fast zwei Milliarden Himmelskörpern in der Milchstraße hat die Europäische Weltraumagentur ESA die Mission des europäischen Weltraumteleskops Gaia beendet.

Nach über einem Jahrzehnt im All und der erfolgreichen Verortung von fast zwei Milliarden Himmelskörpern in der Milchstraße hat die Europäische Weltraumagentur ESA die Mission des europäischen Weltraumteleskops Gaia beendet. Das Kontrollzentrum habe das Teleskop mit einem finalen Schub der Triebwerke auf den Weg zu seiner "Ruhestand-Umlaufbahn" um die Sonne gebracht, erklärte die ESA am Donnerstag. Der letzte Sternenkatalog mit von Gaia gesammelten Daten wird für 2030 erwartet.

Gaia war 2013 mit der Aufgabe ins All geschickt worden, die bislang detaillierteste 3D-Karte der Milchstraße zu erstellen. Das Teleskop wurde dafür an dem Punkt Lagrange 2 positioniert, welcher der Erde in eineinhalb Millionen Kilometer Entfernung auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne folgt. In über elf Jahren sammelte Gaia Daten über die Position, die Eigenbewegung und die chemische Zusammensetzung von mehr als 1,8 Milliarden Sternen.

Zudem verortete das Weltraumteleskop mehr als 50 Zwerggalaxien rund um die Milchstraße sowie 150.000 Asteroiden und mindestens 33 Schwarze Löcher innerhalb unserer Galaxie. Bisher stellte die ESA drei Sternenkataloge vor, den letzten im Jahr 2022. Auch nach dem Ende der Gaia-Mission werden Wissenschaftler die gesammelten Daten weiter auswerten. Ein vierter Katalog soll 2026 vorgestellt werden, der letzte wird für 2030 erwartet.

Um die zuletzt an den Start gegangenen Weltraumteleskope Euklid und James Webb nicht zu stören, wurde Gaia nun in den Ruhestand geschickt. Auf seiner Umlaufbahn um die Sonne wird das ESA-Weltraumteleskop für die nächsten einhundert Jahre mindestens zehn Millionen Kilometer von der Erde entfernt bleiben.