Selbstkritik der Nasa: Gut anderthalb Jahre nach einem neunmonatigen Zwangsaufenthalt von zwei Astronauten im All hat die US-Raumfahrtbehörde interne Fehler eingeräumt.
Selbstkritik der Nasa: Fast ein Jahr nach dem Ende eines neunmonatigen Zwangsaufenthalts von zwei Astronauten im All hat die US-Raumfahrtbehörde interne Fehler eingeräumt. NASA-Chef Jared Isaacman stellte zu dem Vorfall mit dem Starliner-Raumschiff des US-Luftfahrtkonzerns Boeing am Donnerstag einen Untersuchungsbericht vor.
Isaacman sagte, Starliner weise "Konstruktions- und Entwicklungsdefizite auf, die behoben werden müssen". Der "beunruhigenste Fehler" betreffe laut der Untersuchung aber die "Entscheidungsfindung und Führung" in der Nasa.
Die US-Astronautin Suni Williams und ihr Kollege Butch Wilmore waren im Juni 2024 mit einem Starliner-Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS geflogen und sollten ursprünglich nur acht Tage im All bleiben. Wegen eines technischen Problems kehrte der Starliner jedoch ohne sie zur Erde zurück. Williams und Butch mussten auf der ISS ausharren und kehrten erst im März 2025 zurück - nach 286 statt geplanten acht Tagen im All.