In einer Höhle auf einer kleinen Insel in Schweden sind die schätzungsweise rund 9000 Jahre alten Überreste einer schwangeren Frau aus der Steinzeit entdeckt worden. Der Fötus im Mutterleib der jungen Frau sei "sehr gut erhalten", sagte der Archäologe Alexander Roesen Sjöstrand, ein unabhängiger Forscher mit Verbindung zur Universität Uppsala, der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Der "sehr ungewöhnliche" Fund sei auf einer Insel vor der Küste der schwedischen Insel Gotland gemacht worden.

Sjöstrand erklärte, Schätzungen zufolge seien die Überreste zwischen 7000 und 10.000 Jahre alt, höchstwahrscheinlich jedoch etwa 9000 Jahre. Demnach werden die Überreste einer Kohlenstoffdatierung unterzogen, um ihr genaues Alter zu bestimmen.

Dem Archäologen zufolge deutet der Fund der schwangeren Frau darauf hin, dass Menschen auf der Insel lebten, kurz nachdem sie nach der letzten Eiszeit aus der Ostsee aufgetaucht war. Demnach handelte es sich nicht nur um eine Erkundungsgruppe. "Es ist wirklich spannend, weil es einen Einblick darin gibt, wie Erkundungen ausgeführt wurden", sagte Sjöstrand. "Wie sich die Menschen in der Ära der Jäger und Sammler in der Steinzeit fortbewegten."