STECKBRIEF

•             Name:  Tim Dupont

•             Alter: 17

•             Schule: Lycée Hubert Clement

•             Hobbies: Theater, Schach, Scouten, Lesen…

•             Best at: Ruhig bleiben und experimentieren: Tim ist ein Macher.

•             Lieblingsfach: Physik

•             Motto: Einfach versuchen! Man hat nichts zu verlieren.

 

Tim Dupont ist bei der Take Off Show nicht neu: er hatte sich bereits für die erste Staffel angemeldet, es aber nicht ins Casting geschafft. Das hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, bei der zweiten Staffel Finalist zu werden. Als Vorbereitung hat er Theaterkurse belegt, um an seiner Kommunikation zu arbeiten und seine Chancen zu verbessern – mit Erfolg!

 

Wie fühlst du dich nun, dass die Show vorbei ist?

„Ich genieße es, weniger Stress zu haben. Alles ist etwas ruhiger, entspannter. Dafür hat die Routine wieder angefangen… Manchmal vermisse ich die Show!“

 

Als du dich zum zweiten Mal bei Take Off angemeldet hast, was waren deine Gedanken?

„Dank des Schultheaters war ich viel selbstbewusster. Beim ersten Mal habe ich mich nicht wirklich getraut, meine Meinung zu sagen. Das habe ich dieses Mal besser hinbekommen. Zudem nahm ich zwischen den beiden Staffeln an einigen wissenschaftlichen Projekten teil, was mir geholfen hat, Selbstvertrauen zu gewinnen. Eins davon war das CanSat Projekt“. (Anm. der Redaktion: Ziel ist es, einen Satelliten (Sat) in der Größe einer Getränkedose (Can) zu entwickeln, der in der Lage ist, wissenschaftliche und technische Experimente durchzuführen. Dieser jährliche internationale Wettbewerb wird von der ESA organisiert.)

 

Bist du ein geborener Bastler?

„Ich baue gerne Sachen, vor allem in der Elektronik (z.B. Sensoren, Mini-Computer…). In der Schule nehme ich am Maker Space teil. Mein Vater und ich tüfteln manchmal zusammen: sein Keller ist ein großer Experimentierkasten, in dem all die Dinge stehen, die er repariert oder gebaut hat. Er schnitzt ebenfalls Tische und Stühle aus Holz. Für mich ist er eine große Hilfe und Inspirationsquelle.“

 

Welche Stärken haben dich bei Take Off vorangebracht?

„Am ehesten mein rationales Denken; schließlich ging es darum, Puzzles zu lösen. Zudem habe ich mich nicht so leicht ablenken lassen, weder von den Kameras noch von anderen Kandidaten. Zuhören hingegen ist eher meine Schwäche!“

 

Du warst ziemlich oft im Duell, sowie Take Off Gewinner Jamie Ley letztes Jahr. Wie waren die Duelle für dich?

„Der Schwierigkeitsgrad der Duelle war im Vergleich zu den anderen Challenges etwas geringer, aber man musste sie allein lösen; da war niemand, um Hilfe zu spenden, Stress abzubauen oder neue Ideen reinzubringen. Dadurch waren die Duelle schon anstrengender. Ich habe jedoch jedes Mal an mich geglaubt und mir zugeredet, dass ich es schaffen könnte. Das hat geholfen.

Ich kann mich gut an das Duell mit dem Laser erinnern, welches besonders knifflig war. Weltraum ist zwar mein Element, aber meine Versuche haben anfangs nicht funktioniert und das hat mich sehr verunsichert.

Das Schwierigste jedoch war das Halbfinale: man musste mit Kartoffeln und Orangen eine Batterie basteln, mit der ein ferngesteuertes Auto angetrieben werden konnte. Beim kleinsten Fehler hat sich die Batterie entladet und man musste 10 Minuten warten, bevor man wieder testen durfte… Das war hart!“

Und zu Tims Herangehensweise? „Ich bin eher ein Macher, der beim Testen Fehler findet und sich dadurch verbessert, als jemand der die Dinge im Voraus plant. Die empirische Methodik liegt mir gut (Anm. der Redaktion: Learning by doing!).“

 

Was war deine Lieblings-Challenge?

„Mein Lieblingsthema ist der Weltraum. Bei dieser Episode habe ich mich ganz in meinem Element gefühlt. Die Challenge mit den Satellitenbildern war sehr spannend, und es hat auch alles gut funktioniert: die Lösung ist mir sofort eingefallen.

Das Halbfinale mit der Batterie hat mir jedoch am besten gefallen. Dadurch, dass ich auf mich selbst gestellt war, konnte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Ich habe z.B. eigene Kabel aus Alufolie gebastelt, als meine mir ausgegangen sind.“

So erfinderisch muss man erst mal sein!

 

Wie gehst du allgemein mit Stress um?

„Ich bin kein Mensch, der sich besonders leicht unter Druck setzen lässt. Während der Show bin ich in mich gegangen und habe mir stets gesagt, dass ich es schaffen kann. Es war eher eine oberflächliche Anspannung, die ich gespürt habe; sobald ich in den Challenges drin war, ist die Angst verschwunden.

Ansonsten sind es die anderen, die mir helfen, Stress abzubauen. Bei Prüfungen oder Theateraufführungen rede ich vorher viel mit meinen Freunden.“

 

Apropos Stress: Hattest du Angst vor den Kameras?

„Nein. Die Kameras sieht man nicht wirklich. Man ist eher unter sich, und auf die Challenges konzentriert. Ich habe meine Umgebung manchmal gar nicht mehr wahrgenommen. Es kam sogar vor, dass Lucie oder Joseph direkt vor mir standen und ich es vor lauter Konzentration nicht mitbekommen habe!“

 

Was war für dich der beste Moment der Sendung?

„Der beste Moment war, als wir nur noch zu fünft waren: drei Leute kamen in ein Team und zwei ins andere; ich war im Zweier-Team. Erst dachte ich, das wäre ein Nachteil, aber letztendlich hat es immens viel Spaß zu zweit gemacht, und wir haben auch haushoch gewonnen. Wir mussten eine Maschine bauen, um Laktose aus der Milch herauszufiltern; ich war sehr stolz auf unser Ergebnis! Noch ein Highlight war, dass wir einen sehr starken Gegner somit eliminieren konnten, weil wir zwei der Stärksten ins Duell geschickt haben.“

 

Welchen Rat würdest du denjenigen geben, die überlegen, an der nächsten Staffel von Take Off teilzunehmen?

„Versucht es einfach, ihr habt nichts zu verlieren!

Ebenfalls wichtig: lest die Blätter der Challenges gut durch. Das ist definitiv ein Vorteil.

Und nun vielleicht das Wichtigste: geht in euch und konzentriert euch, ohne über die anderen zu grübeln. Man darf nicht einmal hinhören, da es die eigene Konzentration nur stört und einen umsonst verunsichert. Ich habe stets gedacht, die anderen seien besser, älter, hätten mehr Wissen… Aber am Ende des Tages braucht man Intuition und Logik, unabhängig von seinem Anfangswissen. Und deswegen sollte man an sich glauben, statt sich zu fragen, was andere besser können.“

 

Du hast sehr viele Hobbys außerhalb von Take Off. Wird dir das nicht zu viel?

„Nein, weil es Spaß macht! Man hat Energie für die Dinge, die einem Spaß machen.“

 

Weißt du schon, was du später machen willst?

„Ich möchte Raumfahrtingenieur werden und hoffentlich meine eigene Firma gründen: entweder im Bereich Satelliten oder Asteroid Mining. (Anm. der Redaktion: Asteroid Mining, oder Asteroidenbergbau, bezeichnet die Technologie, Rohstoffe aus Asteroiden im Weltraum abzubauen.)

Das Thema Raumfahrt hat mich ab dem 8. Lebensjahr fasziniert, so sehr, dass ich nun einen konkreten Berufsplan gemacht habe. Der Plan ist, nach dem Abschluss an der TU-Delft Raumfahrttechnik zu studieren. Es gibt einen Master mit Spezialisation Weltall.“

Wir wünschen Tim alles Gute bei diesen spannenden Berufsaussichten!

 

Sonderfrage: Wie war es, zu gewinnen?

„Ich konnte es erst nicht glauben. Danach war ich wirklich froh, aber auch etwas traurig, weil das Abenteuer nun fertig ist. Es sind gemischte Gefühle. Die Challenges waren fantastisch, es war eine große Chance, dabei mitmachen zu dürfen. Das Geld möchte ich zunächst auf meinem Konto lassen – vielleicht benutze ich es mal, um mir in Amerika die großen Raumfahrtzentren anzuschauen?“

 

Autorin: Diane Bertel

Editorin: Lucie Zeches (FNR)

 

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