Michèle Weber (FNR) & Freelens TV

Video des Experiments

In Anbetracht der Gefahrenhinweise (s.u.) sollten jüngere Kinder dieses Experiment in Anwesenheit eines Erwachsenen durchführen. 

Prinzip

Ein Throwie besteht aus einer kleinen LED, einer Batterie und einem starken Magneten.

LED steht für „Light Emitting Diode“. Eine LED besteht aus ein paar Schichten von einem besonderen Material (Halbleitermaterial), das Strom in Licht verwandelt.

Der Strom, den die LED zum Leuchten benötigt, kommt aus der Knopfbatterie. Jede Batterie hat einen Plus-Pol (die flache Seite) und einen Minus-Pol (die Seite mit dem Rand). Die beiden Pole der Batterie sind durch zwei Metalldrähte an der LED verbunden. Wenn der längere Draht der LED (die Anode) den Plus-Pol und der kürzere Draht der LED (die Kathode) den Minus-Pol der Batterie berühren, fließt elektrischer Strom und die LED leuchtet. Der Strom fließt  vom Plus-Pol durch den Draht zum Minus-Pol und dann wieder durch die Batterie. Wir haben also einen geschlossenen elektrischen Stromkreis.

Ein Magnet ist ein fester Körper, der sogenannte ferromagnetische Stoffe anzieht, d. h. Eisen, Nickel, Kobalt. Auch Metallmischungen (Legierungen), in denen diese Stoffe einen großen Anteil haben, z.B. Stahl, sind magnetischen Kräften ausgesetzt.

In der Nähe eines Magneten werden die ferromagnetischen Stoffe selbst zum Magneten. Entfernt man sie wieder, werden sie weitgehend unmagnetisch. Ferromagnetische Legierungen allerdings  können sehr stark magnetisch bleiben. Man hat dann einen Permanentmagneten erzeugt. Normale im Alltag benutzte Magnete werden auf diese Weise hergestellt.

Anwendung

Weiße LED-Lichter sind heller und halten länger als herkömmliche Glühbirnen oder Neonröhren und gelten daher als energieeffizientere und umweltfreundlichere Lichtquellen. Sie sind heute an vielen Stellen im Einsatz – zum Beispiel auch als Blitzlicht im modernen Handy.

Tipps

Am besten eignen sich kleine Neodymmagnete, die man z.B. bei www.supermagnete.de erhält.

Es ist wichtige, dass die LED richtig rum auf der Batterie befestigt wird. Sonst leuchtet sie nicht und die LED könnte eventuell zerstört werden. 

Je nach Farbe leuchten Throwies bis zu einer Woche. Danach sollen sie natürlich wieder entfernt werden. Außerdem gibt es folgende Erweiterungen:

  • Blinking Throwies – LED-Throwies mit blinkenden LEDs
  • Floaties – LED-Throwies ohne Magnet in einer transparenten Kapsel, die im Wasser schwimmt
  • Flyies – LED-Throwies ohne Magnet an einem Heliumballon befestigt
  • Rainbow-Throwies – Throwies mit einer LED, die die Farbe wechselt.

Gefahrenhinweise

Batterien, die versehentlich verschluckt werden, stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Kleinere Kinder sollten deswegen unbedingt bei diesem Experiment von Erwachsenen überwacht werden.  

Heutzutage gibt es sehr starke Magneten. Beim Spielen mit Solchen kann man sich verletzen. Außerdem sollte man Magneten von Kreditkarten, Computerfestplatten und sonstigen Speichermedien, sowie Herzschrittmachern fernhalten. 

Autor: Michèle Weber (FNR) & André Mousset (MNHN)
Vidéo: Michèle Weber (FNR) & Freelens TV
Musik: Jean-Paul Bertemes (FNR) 

 

Infobox

Nobelpreis für die blaue LED

 

2014 ging der Nobelpreis in Physik an 3 Japaner für die Erfindung der blauen LED im Jahr 1992. Die roten und grünen LEDs wurden schon in den 50er Jahren entdeckt, aber ohne die blaue LED konnte keine weisse LED hergestellt werden.

 

Ursprung des Throwie

 

Throwies wurden vom Graffiti Research Lab erfunden. Sie stellen eine (nicht weniger trashy) Alternative zu Graffiti dar, bei der man nichts zerstört, denn die Throwies lassen sich selbstverständlich wieder entfernen.

 

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