Emmanuel Claude

Worum geht es in dieser Challenge?

In dieser Challenge treten Teams gegeneinander an, um fünf verschiedene Bodenproben wissenschaftlich zu bewerten. Ziel ist es, die Böden nach ihrer Qualität und Fruchtbarkeit zu ordnen – vom besten bis zum schlechtesten Boden.

Die Teams können verschiedene Tests durchführen, um die Eigenschaften der Böden zu prüfen:

  • Messung des pH-Wertes: zeigt, wie sauer oder basisch der Boden ist.
  • Farbbewertung: zeigt, wie viel organisches Material bzw. Kohlenstoff er enthält.
  • Regenwurmbestand: Eine hohe Anzahl an Würmer deutet auf einen gesunden, fruchtbaren Boden hin.
  • Konsistenztest: zeigt den Anteil von Sand, Lehm und Ton.

Basierend auf diesen Tests müssen die Teams jeden Boden bewerten und die fünf Proben in der richtigen Reihenfolge nach Qualität sortieren.

 

Du willst die Qualität deines Bodens testen? So geht’s!

Folgende Beobachtungen können dir dabei weiterhelfen:

  1. Bodentextur

Ein besonders wichtiger Indikator für die Bewertung der Bodenqualität ist die Bodentextur, also die Verteilung der feinen Bodenbestandteile, insbesondere der Tonpartikel.
Sind zu viele Sandpartikel im Boden, sickert das Wasser zu schnell dadurch und spült viele Nährstoffe weg. Ist der Tonanteil jedoch zu hoch, kann es zu Staunässe kommen, was für die Pflanzen auch nicht gut ist.

Praktisch lässt sich die Bodentextur mit ausreichender Genauigkeit sehr einfach mit dem sogenannten Finger-Test bestimmen: Boden leicht anfeuchten, dann kleine Menge zwischen den Händen zu einem Ball formen. Zerfällt er sofort? Dann ist der Sandanteil hoch. Hält er zusammen, so kannst du ihn zu einem „Würstchen“ rollen. Bricht das Würstchen, sobald es ein paar cm lang ist? Dann besteht der Boden hauptsächlich aus sandigem Lehm. Diese MIschung ist super! Bricht es erst bei ca. 10 cm? Dann ist es eher reiner Lehm. Und kann man einen Ring damit formen? Dann ist es Ton, oder tonhaltiger Lehm.

Folgende Grafik kann dir dabei helfen, die Textur deines Bodens richtig einzuordnen:

Credits: GROW Observatory

2. pH-Wert: Ein neutraler Boden hat einen pH-Wert von 7. Um zu prüfen, ob der Boden sauer, neutral oder basisch ist, kannst du eine kleine Bodenprobe in Wasser mischen und diese dann mit Universalindikatorpapier (pH-Testpapier) testen, und die Farbänderung mit der pH-Skala vergleichen. Ein leicht saurer bis neutraler Boden (pH 6–7) ist für die meisten Pflanzen optimal. Allerdings hängt das von der Nutzung ab.

3. Dunkelheit/organischer Kohlenstoff: Hier musst du dir die Farbe des Bodens anschauen: je dunkler, desto besser.  Dunkle Böden enthalten viel organische Substanz (bestehend aus Blättern, Wurzeln, Tierischen Überresten, Mikroorganismen, Humus). Das ist gut für Pflanzen, da es zu einem besseren Wasserhaushalt und einer höheren Nährstoffversorgung führt.

4. Regenwurmbestand: Du kannst die Erde durchsieben oder von Hand durchsuchen. Viele Würmer zeugen für einen gesunden Boden.

Zusammengefasst: Dunkler, leicht formbarer Boden, der viele Würmer enthält und einen nicht zu basischen pH-Wert hat, ist sehr fruchtbar.

 

Guter Boden, schlechter Boden: was bedeutet das eigentlich?

Die Bodenfruchtbarkeit beschreibt die Fähigkeit des Bodens, Pflanzen und Mikroorganismen mit den Nährstoffen und dem Wasser zu versorgen, die sie für ihr Wachstum benötigen. Diese Fähigkeit kann auf zwei Arten bewertet werden: entweder durch die Analyse der Bodeneigenschaften, die die Fruchtbarkeit bestimmen, oder durch die Beobachtung, wie gut der Boden seine Fruchtbarkeitsfunktion tatsächlich erfüllt.

Ein besonders wichtiger Indikator für die Bewertung der Bodenqualität ist die Bodentextur, also die Verteilung der feinen Bodenbestandteile, insbesondere der Tonpartikel. Praktisch lässt sich die Bodentextur mit ausreichender Genauigkeit sehr einfach mit dem sogenannten Finger-Test bestimmen.

Der pH-Wert sagt etwas über die Bodenreaktion aus und beschreibt das Verhältnis von H- und OH-Ionen in der Bodenlösung. In unseren Breiten liegt der Boden-pH-Wert meist zwischen 3 und 7,5. Ist der Boden zu sauer oder zu basisch, können Pflanzen wichtige Nährstoffe nicht richtig aufnehmen (selbst wenn diese im Boden vorhanden sind). In saurem Boden können zudem schädliche Stoffe freigesetzt werden, die die Wurzeln schädigen. In basischem Boden werden vor allem Spurenelemente wie Eisen unlöslich, was zu Mangelerscheinungen und schlechtem Wachstum führt.

Regenwürmer zählen ist eine effektive Methode, um die Bodenqualität und Fruchtbarkeit zu beurteilen. Größe und Alter der Würmer liefern zusätzliche Informationen: Große Würmer deuten auf eine gesunde Population hin, während wenige junge Würmer auf ungünstige Bedingungen hinweisen können. Um die Genauigkeit zu erhöhen, kann man die Bodenmasse vor und nach der Trennung der Würmer messen, um die Wurmdichte pro Masseeinheit zu berechnen.

Organische Substanz  ist ein wesentlicher Bestandteil des Bodens. Sie unterstützt das Bodenleben, hilft, Nährstoffe zu speichern, und verbessert die Bodenstruktur. Dadurch erhöht sich auch die Wasserspeicherkapazität, was bessere Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft. Der organische Kohlenstoffgehalt macht etwa 58 % der gesamten organischen Substanz im Boden aus und ist ein wichtiger Faktor für die Bewertung der Bodenqualität.

 

Hier kannst du dir ansehen, wie die Kandidaten diese Challenge gelöst haben:

(Video wird erst am 13.02 publiziert)

Ein paar Eindrücke aus Folge 6

Autorin: Diane Bertel

Editoren: Lucie Zeches (FNR)

Fotos: Emmanuel Claude

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