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Nicht nur die Wildbienen sind in Gefahr.

Insekten gehen in vielen Regionen zurück, wobei die Zahl der gefährdeten oder ausgestorbenen Arten rapide ansteigt und die Gesamtzahl der Insekten teilweise massiv zurückgeht, wie im bekannten Fall der Wildbienen. Dieser Rückgang wird, wenn er sich bestätigt und fortsetzt, erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und die Nahrungsmittelproduktion haben. Wir geben einen Überblick über die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, indem wir ein besonderes Augenmerk auf Langzeitstudien und Meta-Analysen legen. Hier ist eine Zusammenfassung unserer Recherche, weiter unten die Details zu den einzelnen behandelten Fragen.

  • Wie gefährdet sind die Insekten?
  • Wie lässt sich die Anzahl und Artenvielfalt von Insekten messen?
  • Wie schnell vollzieht sich der Rückganz der Insekten?
  • Welche Folgen hätte der massive Rückgang der Insekten?
  • Welche Arten sind am stärksten betroffen?
  • Welche Orte sind am stärksten betroffen?
  • Welche Ursachen hat der Rückgang der Insekten?
  • Wie lässt sich der Rückgang stoppen?

Zusammenfassung

Die Medien berichten ausführlich über das „Verschwinden“ oder „Sterben“ von Insekten, auch unabhängig vom bekannten Fall der Wildbienen. Während diese Begriffe sicherlich zu wenig differenziert sind, zeigt eine wachsende Zahl von Langzeitbeobachtungen, dass ein erheblicher Anteil der Insektenarten lokal bereits ausgestorben oder stark rückläufig ist und die Zahl der gezählten Individuen abnimmt. Schätzungen zufolge gehen aktuell zwischen 10 und 30% der Insektenarten zurück oder sind sogar vom Aussterben bedroht. Auch die Gesamtzahl der Insekten nimmt ab. Schätzungen zufolge geht sie jährlich um ca. 1 % zurück und könnte somit bereits bis 2045 um ein Viertel oder mehr gesunken sein.

Es ist allerdings schwierig, genaue und globale Zahlen zu nennen, da die Situation je nach Art, Weltregion und Art des Biotops (bewirtschaftete Felder, Wälder, Teiche usw.) stark variiert. Es ist also nicht davon auszugehen, dass „die“ Insekten verschwinden, aber es ist wahrscheinlich, dass eine große Anzahl von Arten in einer wachsenden Anzahl von Gebieten ausstirbt.  

Es muss betont werden, dass die Verfahren zur Erfassung von Insektenpopulationen mit erheblichen Einschränkungen verbunden sind. Sie können nur einen winzigen Teil der über eine Million bisher beschriebenen Arten berücksichtigen (die wiederum nur einen kleinen Teil aller wahrscheinlich auf der Erde existierenden Arten darstellen). Sie verwenden unterschiedliche Methoden und ihre Ergebnisse hängen von externen Faktoren (u. a. dem Wetter) ab. Die meisten Beobachtungsstandorte befinden sich in Europa, was die Ergebnisse verzerrt. Und die saisonalen und jährlichen Schwankungen machen eine Beobachtung über mehrere Jahrzehnte hinweg notwendig. Diese Einschränkungen begründen aber keinen Zweifel an dem sehr deutlichen Rückgang vieler Arten, insbesondere von Bienen, Schmetterlingen, Libellen und Käfern. 

Wissenschaftler sind sehr besorgt über die Folgen dieses extrem schnellen Rückgangs der Insekten. Insekten spielen eine zentrale Rolle in vielen Beziehungen zwischen Arten und in der Nahrungskette. Insekten erbringen Ökosystemdienstleistungen, die für das Leben auf der Erde und insbesondere für die Nahrungsmittelproduktion von entscheidender Bedeutung sind, da sie neun von zehn Blütenpflanzen bestäuben und zur Verbreitung von Saatgut beitragen. Sie sind entscheidend für die Bodenfruchtbarkeit und helfen beim Abbau von organischem Material (Pflanzen, Exkremente und Tierkadaver), das Pflanzen, Pilze und Bakterien zum Leben benötigen. Sie bilden die wichtigste Biomasse zwischen Pflanzen und fleischfressenden Tieren (Fische, Amphibien, Vögel, Nagetiere usw.). Eine manuelle – und teure – Bestäubung, um den Mangel an natürlicher Bestäubung auszugleichen, wäre zwar denkbar, aber die entscheidenden Beiträge der Insekten zum Leben auf der Erde zu ersetzen, scheint unmöglich. 

Insekten sind einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt: dem Klimawandel, dem schnellen Verlust natürlicher Lebensräume, der Abkoppelung von diesen Lebensräumen, der Lichtverschmutzung, der intensiven Landwirtschaft mit Monokulturen und dem massiven Einsatz von Pestiziden und Insektiziden, invasiven Arten oder der Verbreitung von Krankheitserregern. 

Eine wachsende Zahl von Regionen und Ländern startet Initiativen, um dem entgegenzuwirken. Luxemburg zum Beispiel hat einen Aktionsplan 2021-2026 mit 21 konkreten Maßnahmen aufgelegt, um insektenfreundliche Lebensräume für Bestäuberinsekten in der Land- und Forstwirtschaft zu schaffen, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren, die betroffenen Parteien zu informieren und die Durchführung wissenschaftlicher Studien und Beobachtungen zu unterstützen.

Wie gefährdet sind die Insekten?

Die Indikatoren für die Vitalität von Insekten stehen auf Rot und zeigen einen sehr schnellen Rückgang der Populationen bei einer sehr großen Anzahl von Arten sowie eine Beschleunigung der Zunahme der Zahl der lokal und global ausgestorbenen Arten. Es besteht kein Zweifel daran, dass wir es mit einem massiven, schnellen und weit verbreiteten Rückgang der Insekten zu tun haben. 

Von „dem Insektensterben“ zu sprechen, ist jedoch eine Panik verbreitende verkürzte Darstellung der Tatsachen, denn niemand erwartet, dass die gesamte Klasse der Insekten aussterben wird. Die Tendenzen variieren stark je nach Art, Region und Biotop. Viele Insektenarten sind stabil oder sogar im Wachstum begriffen, wie z. B. einige Mottenarten in Großbritannien. Eine Studie aus den USA hebt hervor, dass einige Arten wachsen und andere zurückgehen, wobei die Nettoentwicklung stabil ist – eine Schlussfolgerung, die jedoch von anderen Wissenschaftlern in Frage gestellt wird

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Wie lässt sich die Anzahl und Artenvielfalt von Insekten messen?

Es gibt verschiedene Methoden, um die Veränderungen der Artenvielfalt und der Anzahl von Insekten zu messen. Sie müssen ergänzend zueinander eingesetzt werden, um einen zuverlässigen Überblick zu erhalten. 

  • Die Anzahl der Insekten (Abundanz) verschiedener Arten wird in regelmäßigen Abständen in Proben gezählt und die Entwicklung verfolgt. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Anzahl der Insekten für eine Art oder eine Gruppe von Arten in einer bestimmten Region oder einem bestimmten Biotop sowie auf globaler Ebene ziehen.  
  • Das Gesamtgewicht (die Biomasse) der gefangenen Insekten wird gemessen. Die Abnahme der Biomasse korreliert sehr häufig mit dem Rückgang der Abundanz, was darauf hindeutet, dass sie in der Regel nicht auf eine Abnahme des Gewichts und der Größe der Individuen zurückzuführen ist. Im Allgemeinen wird bei dieser Methode nicht detailliert zwischen verschiedenen Arten unterschieden, und eine stabile Biomasse kann das Wachstum oder den Rückgang bestimmter Arten verdecken. 
  • Es gibt viele Arten, die im Rückgang begriffen oder verschwunden sind, entweder global oder in einer bestimmten Region oder einem bestimmten Biotop. Die verwendeten Kriterien variieren leicht. Nach den Kriterien des IUCN (Union internationale pour la conservation de la nature) geht eine Art im zurück (oder ist vom Rückgang gefährdet), wenn die Zahl der erfassten Individuen innerhalb von zehn Jahren um mehr als 30 % zurückgegangen ist, sie ist stark gefährdet, wenn der Rückgang mehr als 50 % beträgt, und sie ist vom Aussterben bedroht, wenn der Rückgang mehr als 80 % beträgt. Eine Art ist – global oder lokal – ausgestorben, wenn seit einem bestimmten Zeitraum (z. B. seit mehr als 50 Jahren) kein einziges Individuum mehr beobachtet wurde. So lässt sich der Rückgang der Hautflügler (der Gruppe, die u. a. Bienen und Ameisen umfasst) abschätzen, indem man den Anteil der Arten, die im Rückgang begriffen oder ausgestorben sind, und die Geschwindigkeit, mit der die Arten aussterben, auswertet. 
  • Viele Menschen berichten, dass sie viel weniger zerquetschte Insekten auf der Windschutzscheibe ihres Autos sehen als früher. Solche Anekdoten können nicht als wissenschaftlicher Beweis dienen, aber eine Handvoll wissenschaftlicher Studien hat das Phänomen bestätigt, darunter eine, die zwischen 1997 und 2017 einen Rückgang um 80 % feststellte.

Während die Panikmache einiger Medien und Studien, die von einem „Niedergang“ oder einer „Apokalypse“ der Insekten sprechen, übertrieben erscheinen und sich als kontraproduktiv erweisen mag, sind sich die Wissenschaftler einig, dass absoluter Handlungsbedarf besteht, um einen irreversiblen Verlust der von Insekten erbrachten Ökosystemleistungen zu verhindern (siehe unten “Welche Folgen hätte der massive Rückgang der Insekten ?”).

Wie schnell vollzieht sich der Rückgang der Insekten? 

Es gibt keine einheitliche und globale Antwort, da die Situation je nach Art, Land, Biotop und Dauer der Beobachtung stark variiert. Umfangreiche Studien haben jedoch Schätzungen des Rückgangs geliefert. 

Bis zu 40% der Insekten weltweit gehen zurück  

Eine verfügbare Schätzung deutet darauf hin, dass etwa 40 % der Insektenarten im Rückgang begriffen sind, mit einem durchschnittlichen Verlust von etwa 1 % pro Jahr (d. h. 10 % in einem Jahrzehnt und 50 % in 70 Jahren); und ein Drittel der Arten ist vom Aussterben bedroht. Dies ergab eine Überprüfung von 73 Studien, die über mehrere Jahrzehnte in 25 Ländern, darunter 14 in Europa, durchgeführt wurden und Tausende verschiedener Arten betrafen. Sie besagt, dass eine von zehn Arten als lokal ausgestorben gilt, da sie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr beobachtet wurde. Die Studie legt nahe, dass der Rückgang bei Insekten stärker ist als bei Säugetieren, bei denen die Rate der lokal ausgestorbenen Arten fünfmal geringer ist (1,8 %).   

Die Methoden dieser Studie wurden allerdings von vielen Wissenschaftlern kritisiert. Andere verfügbare Schätzungen über den Rückgang der Insektenarten liegen - je nach Studie und Region - bei 10 bis 30% Verlust.

Die Häufigkeit von Landinsekten, die aus der Anzahl der Individuen in Proben abgeleitet wird, nimmt jährlich um 1,1 % ab, so eine Schätzung aus einer Metaanalyse aus dem Jahr 2020. Hier wurden 166 Studien an über 1.600 Standorten in 41 Ländern auf allen Kontinenten analysiert, aber hauptsächlich in Europa, wobei die Erhebungen im Durchschnitt über 20 Jahre durchgeführt wurden. Ein solcher Rückgang bei den Landinsekten würde über einen Zeitraum von 30 Jahren einen Rückgang von 28,45% bedeuten, so Roel van Klink, der Hauptautor der Studie. Im Gegensatz dazu ergab die Studie einen jährlichen Anstieg der Abundanz von Wasserinsekten um 1,2 %, was wahrscheinlich auf Umweltschutzmaßnahmen zurückzuführen ist. Dies würde über einen Zeitraum von 30 Jahren einen Anstieg von 26,91% bedeuten, so Roel van Klink. Er weist darauf hin, dass es sich hierbei um Extrapolationen auf der Grundlage von Modellrechnungen handelt.

Abbildung 1. Trends in Bezug auf die Abundanz oder Biomasse von Insekten, die an 1.600 Orten in 41 Ländern gefangen wurden. Die jährlichen Rückgangs- (rot) und Wachstumsraten (blau) reichen bis zu 2 %. Von van Klink et al.,Science368,417–420 (2020). Nachdruck mit Genehmigung der AAAS.*

Die Abundanz von Lepidoptera (Schmetterlingen) ist zwischen 1970 und 2010 um 32 % zurückgegangen, was einem jährlichen Rückgang von 1 % entspricht. Dies ergab eine Analyse von mehr als 3.000 Zählungen von 452 wirbellosen Arten rund um den Globus. Für andere Wirbellose berichtet die Analyse von einem regelrechten Zusammenbruch um 79 %, was einem jährlichen Rückgang der Abundanz um 4 % entspricht.

Abbildung 2: Prognose des Insektenrückgangs, wenn sich die Trends fortsetzen: jährlicher Anstieg des Anteils rückläufiger Arten um einen Prozentpunkt (rot); jährlicher Rückgang der Abundanz von Insekten um 1 % oder von wirbellosen Tieren 4 % (blau). 

Wenn sich diese Schätzungen bestätigen und fortsetzen, wird der Rückgang der Insekten massiv sein. In 25 Jahren werden zwei Drittel der Arten im Rückgang begriffen sein und die Zahl der Landinsekten wird um mindestens ein Viertel gesunken sein.  

Ist dieser Rückgang aussergewöhnlich stark? Schätzungen zufolge ist die Aussterbungsrate ("rate of extinction") aktuell bei Säugetieren viel höher als die Hintergrundrate bzw. etwa 100 mal höher als zu Zeiten vor der Menschheit.  Und wie oben bereits erwähnt sei die Rate der lokal ausgestorbenen Insektenarten aktuell fünf mal höher als die der Säugetiere.

Ähnliche Rückgangsraten auf nationaler Ebene 

Diese Beobachtungen finden sich in den meisten großen nationalen oder regionalen Studien, wobei es manchmal stabilere Situationen gibt. In Deutschland ist die Biomasse der Fluginsekten, die in 63 Naturschutzgebieten gemessen wurde, in 27 Jahren um mehr als 75 % zurückgegangen. Eine weitere Beobachtung von einer Million Individuen von 2.700 Arthropodenarten an 290 deutschen Standorten ergab einen Rückgang der Abundanz um 78 %, der Biomasse um 67 % und der Arten um 34 % in zehn Jahren in Wiesen und um 41 % bzw. 36 % in Wäldern.

Eine Studie ergab, dass die Biomasse von Fluginsekten in Schottland zwischen 1970 und 2002 um mehr als zwei Drittel zurückgegangen war. In England hingegen wurde kein signifikanter Rückgang festgestellt, was darauf zurückzuführen sein könnte, dass die Insektenhäufigkeit dort bereits vor Beginn der Erhebungen massiv gesunken war.

Eine große Studie aus den USA mit Daten von einem Dutzend ökologischer Beobachtungsstandorte zeigt, dass die Abundanz von Insekten (und einigen anderen Arthropoden) insgesamt stabil ist: Einige taxonomische Gruppen nehmen ab, andere wachsen, einige nehmen an manchen Standorten ab, während sie an anderen wachsen. Einige Wissenschaftler sind nicht davon überzeugt, dass es dort keinen Rückgang gibt. Für sie hat die Studie zu restriktive Daten vermischt, da sich die Zahlen für einige Arten nur auf einen einzigen Standort beziehen. Es besteht jedoch ein Konsens darüber, dass es zu einfach ist, von einem „Insektensterben“ zu sprechen, und dass die Situation je nach Art, Region und Biotop unterschiedlich ist.

Welche Folgen hätte der massive Rückgang der Insekten? 

Insekten sind für die Aufrechterhaltung von Ökosystemen unerlässlich und erbringen sehr viele Ökosystemdienstleistungen, die den Menschen direkt zugutekommen.

Produktion von Nahrungsmitteln 

Bienen – aber auch andere Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und Schwebfliegen – sind entscheidend für die Bestäubung und spielen daher eine wichtige Rolle bei der Produktion von Obst, Gemüse und Nüssen. Schätzungen zufolge bestäuben Insekten neun von zehn Blütenpflanzen (der Rest wird vom Wind bestäubt), von denen einige nur von einer einzigen Insektenart bestäubt werden können, und tragen zusammen mit anderen Tieren zur Bestäubung von drei Vierteln der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen bei. Einer anderen Studie zufolge sind Insekten indirekt verantwortlich für 35% der weltweiten Lebensmittelproduktion. Ihre Rolle hat einen beträchtlichen wirtschaftlichen Wert, der auf 200 Milliarden bis eine Billion US-Dollar pro Jahr geschätzt wird, und die Nachfrage nach dieser Dienstleistung wird mit steigender Nahrungsmittelproduktion höchstwahrscheinlich zunehmen. Terrestrische Arten, insbesondere Ameisen, verbreiten auch Samen. 

Insekten tragen zur natürlichen Regulierung von Unkraut und tierischen Schädlingen bei, wodurch der umweltschädliche und teure Einsatz von Pestiziden reduziert und Krankheitsüberträger bekämpft werden. Beispielsweise werden seit mehr als einem Jahrhundert verschiedene Schmetterlinge, Zweiflügler und Käfer eingesetzt, um den invasiven Laternenbaum zu bekämpfen, während parasitoide Wespen gegen Marienkäfer freigesetzt werden, die Hülsenfrüchte oder Kartoffeln befallen.

Insekten sind die Nahrung für eine sehr große Anzahl von Tieren, darunter Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Fische und andere Insekten. Generell spielen sie eine wichtige Rolle in der globalen Nahrungskette, da sie die wichtigste Biomasse zwischen den Primärproduzenten (Pflanzen, Algen, Bakterien usw., die aus Lichtenergie und chemischen Elementen organische Materie bilden) und den Erstkonsumenten darstellen. 

Abbildung 3: Ökologische Pyramide der Nahrungsnetze. Insekten stellen die größte Biomasse zwischen den Primärproduzenten (Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen) und den Zweitkonsumenten (Fleischfressern) dar. Sie tragen zur Zersetzung von Exkrementen, toten Tieren und Pflanzen bei, die die Hauptnährstoffe für Pflanzen darstellen.

Recycling, Reinigung und Bodenbildung   

Insekten leisten einen entscheidenden Beitrag zum Recycling von Nährstoffen, indem sie die Zersetzung von Pflanzen, toten Tieren und Exkrementen fördern. Dadurch tragen sie zur Bodenbildung – die bei einer Dicke von sechs Zentimetern mehr als tausend Jahre dauern kann –, zur Fruchtbarkeit landwirtschaftlicher Flächen sowie zur Reinigung von Wasser bei. Sie sind in hohem Maße an den biochemischen Kreisläufen von Ökosystemen beteiligt, indem z. B. Mücken Stickstoff- und Phosphorverbindungen aus Teichen an Land transportieren, und sie tragen zur Artenvielfalt in Wäldern bei.

Folgen des Insektenrückgangs 

Ein lokaler oder globaler Rückgang von Insekten – in der Anzahl der Individuen oder Arten – hätte höchstwahrscheinlich weitreichende Folgen für viele ökologische Netzwerke, mit großen Auswirkungen auf die Umwelt, die Biodiversität und letztendlich die menschliche Gesellschaft.

Ein Rückgang der Abundanz bei den Bestäubern würde die Anzahl und Größe der Früchte verringern und eine Bestäubung von Hand erforderlich machen, wie sie z. B. in Teilen Chinas praktiziert wird. Ein Rückgang der Biomasse von Insekten kann sich negativ auf die gesamte vorgelagerte Nahrungskette auswirken, ausgehend von ihren direkten Feinden (Vögeln, Fledermäusen, Fischen usw.). Die Bodenbildung und die Bodenfruchtbarkeit würden behindert.   

Angesichts der hochkomplexen Wechselwirkungen zwischen Lebewesen in allen Ökosystemen hätte eine schnelle und weitreichende Veränderung wie der Insektenrückgang sicherlich noch viele weitere wichtige und teilweise unvorhersehbare Folgen. Ein Experiment in Kenia hat beispielsweise gezeigt, dass das künstlich erzeugte Fehlen von Giraffen – eines Pflanzenfressers wie Insekten – in bestimmten Gebieten die Häufigkeit vieler anderer Arten sowie eine Vielzahl von Ökosystemwechselwirkungen beeinflusst, wie z. B. die Fruchtproduktion, die Photosyntheseaktivität, die Prävalenz von Krankheiten oder die Intensität von Bränden.

Welche Arten sind am stärksten betroffen? 

Das Phänomen des Kollapses von Bienenvölkern, das seit etwa 20 Jahren weltweit beobachtet wird, ist durch massive Verluste ihrer Abundanz gekennzeichnet, die in einem Winter lokal bis zu 90 % und auf nationaler Ebene bis zu 50 % betragen können. Studien aus Großbritannien zeigen, dass etwa die Hälfte der Arten von Libellen, Schmetterlingen und Hautflüglern (Bienen, Ameisen usw.) im Rückgang begriffen ist und dass bei 25 % von ihnen die Abundanz in vier Jahrzehnten um mehr als ein Drittel zurückgegangen ist.

Diese Frage kann jedoch nicht pauschal für alle Regionen der Welt und alle Biotope beantwortet werden. Die verschiedenen Studien weisen auf deutliche Unterschiede zwischen den Arten hin, die jedoch nicht durchgängig zu beobachten sind. Während eine Metaanalyse feststellt, dass die Häufigkeit von Landinsekten in 41 Ländern jährlich um 1,1 % zurückgeht und die von Wasserinsekten um 1,2 % zunimmt, berichtet eine andere Metaanalyse, dass sich letztere in einer prekären Situation befinden und behauptet, dass mehr als 40 % ihrer Arten rückläufig, gefährdet oder ausgestorben seien. Diese unterschiedlichen Schlussfolgerungen sind auf Unterschiede in der Methodik zurückzuführen: Einschlusskriterien der Studien, geografische Lage der Erhebungsorte, Dauer der Beobachtung, Gruppierung der Daten usw.

Die Studien können eindeutig nur einen winzigen Teil der eine Million bisher bekannten Insektenarten untersuchen, die wiederum nur einen kleinen Teil aller Arten ausmachen, die wahrscheinlich auf der Erde existieren (ihre Zahl wird auf 5 bis 10 Millionen geschätzt).

Welche Orte sind am stärksten betroffen?

Eine so allgemeine Frage lässt sich nicht beantworten. Die Methoden, die in den verschiedenen Studien angewandt wurden, sind sehr unterschiedlich, ebenso wie die Arten der untersuchten Biotope, die nur einen kleinen Ausschnitt der von Insekten besiedelten Orte darstellen. Die Situation in einem dicht besiedelten, industrialisierten und intensiv landwirtschaftlich genutzten Land unterscheidet sich natürlich von der in einem Land mit geringerer Urbanisierung oder Bevölkerungsdichte. 

Eine groß angelegte Studie zeigt, dass weltweit 100 % der Arten der Ordnung Orthoptera (Heuschrecken, Grillen usw.) im Rückgang begriffen sind, ebenso wie 60 % der Käfer, 40 % der Hautflügler (Ameisen, Bienen usw.) und 20 % der Lepidoptera (Schmetterlinge) und Odonata (Libellen). Dieselbe Studie zeigt jedoch eine umgekehrte Reihenfolge bei Beobachtungen in Großbritannien, wo Libellen stärker im Rückgang begriffen sein sollen als Schmetterlinge, Ameisen und Käfer. Diese Diskrepanz zeigt, dass die Situation in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich ist, ohne dass die Wissenschaft klare Schlussfolgerungen ziehen konnte.  

Die Situation scheint schlimmer in Europa und Nordamerika zu sein. Aus diesen Regionen gibt es aber auch die meisten Langzeitstudien, wogegen es aus anderen Regionen der Welt kaum Daten gibt. Das bedeutet nicht, dass die Situation dort besser ist. Wir wissen es nur nicht genau.

Und wie sieht es in Luxemburg aus?

Im Allgemeinen ist zu erwarten, dass sich die Situation in Luxemburg ähnlich wie in den Nachbarländern darstellt, die alle einen erheblichen Rückgang der Artenvielfalt und der Abundanz melden. Eine in Luxemburg durchgeführte Zählung ergab einen Rückgang bei zwei Dritteln der Schmetterlingsarten zwischen den Zeiträumen 1990-2009 und 2010-2016. Eine weitere Zählung zeigt, dass sich sieben der neun 2018 beobachteten Libellen- und Schmetterlingsarten in einem unbefriedigenden oder schlechten Erhaltungszustand befinden. Die Daten sind nach wie vor lückenhaft, aber es wurden Beobachtungsprogramme gestartet, die zu verlässlicheren Informationen führen werden. Ein Beispiel ist der erste nationale Wildbienenatlas, ein Projekt das von Alexander Weigand am Musée national d’histoire naturelle (MNHN) koordiniert wird.  

 

Welche Ursachen hat der Rückgang der Insekten?

Insekten leiden unter dem Verlust natürlicher, an ihre Lebensbedingungen angepasster Lebensräume sowie unter der Umweltverschmutzung (Pestizide und Düngemittel). Weitere Ursachen sind der Klimawandel und biologische Faktoren wie invasive Arten oder das Auftreten von Krankheitserregern. Die Häufung dieser Faktoren und ihre Wechselwirkungen setzen die Insekten unter enormen Druck. In einer im April 2022 veröffentlichten Studie stellten Forscher fest, dass die Häufigkeit von Insekten in Gebieten, in denen eine intensive Landwirtschaft mit einem starken Klimawandel zusammenfällt, um fast 50 % zurückgegangen ist, verglichen mit Orten mit intakter Vegetation und minimalem Klimawandel.  

Der Verlust von Lebensräumen  

Die natürlichen Lebensräume von Insekten (artenreiche Wiesen, Wälder, Feuchtgebiete usw.) wurden in großem Umfang in Umgebungen umgewandelt, die für die biologische Vielfalt sehr ungünstig sind, z. B. in urbanisierte und bebaute Gebiete oder in intensiv bewirtschaftete landwirtschaftliche Felder.  

Insekten leiden besonders unter dem massiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Außerdem fehlt es auf landwirtschaftlichen Flächen an Landschaftselementen, die für die Entwicklung von Insekten förderlich sind (Steinhaufen, Sträucher, einzelne Bäume, Feuchtgebiete usw.), und der Einsatz mechanischer Maschinen lässt den Insekten keine Zeit, zu entkommen. In städtischen Ballungsräumen gibt es natürlich nur sehr wenige insektenfreundliche Biotope, selbst in den wenigen Grünanlagen, die zu gepflegt sind, um eine reiche Artenvielfalt zu ermöglichen.

Die Abholzung der Wälder hat sehr viele insektenfreundliche Biotope zerstört. Die verbleibenden Wälder haben oft ihr Gesicht verändert, manchmal mit einer massiven Reduzierung von Totholz und Licht, zwei Faktoren, die die Entwicklung vieler Arten begünstigen. Wasserläufe, Feuchtgebiete und Auen, die eine sehr große Anzahl und Artenvielfalt an Insekten beherbergen, wurden weitgehend verbaut, während die Wasserqualität manchmal zu wünschen übrig lässt. Die wenigen erhaltenen natürlichen Lebensräume wurden weitgehend fragmentiert und in abgetrennte Gebiete umgewandelt, in denen die für das Leben von Insekten wichtigen Bewegungen nicht mehr möglich sind. 

Die Verschmutzung 

Insektizide sind natürlich nicht nur gegen die Zielschädlinge aktiv, sondern wirken oft auch wahllos gegen die meisten anderen Arten. Die Europäische Union hat z. B. Neonicotinoide (mit einigen Ausnahmen) 2018 verboten, weil befürchtet wurde, dass sie eine Rolle beim Kollaps von Bienenvölkern spielen könnten.

Eigentlich sollten Herbizide nur gegen Pflanzen wirken, aber sie stehen im Verdacht, Insekten und die Artenvielfalt zu gefährden. Luxemburg war zum Beispiel das erste Land in der Europäischen Union, das den Einsatz von Glyphosat 2021 verbot. Der massive Einsatz von Düngemitteln führt zu einer Nitrifizierung der Böden, die sich schädlich auf die für die Entwicklung von Insekten förderlichen Boden- und Vegetationstypen auswirkt. 

Hinzu kommt die wachsende Menge an Mikroschadstoffen (Pflanzenschutzmittel, Antibiotika, Reinigungsmittel usw.), die sich in Flüssen, Teichen und Feuchtgebieten ansammeln und Insekten und insbesondere Wasserlarven gefährden. 

Der Klimawandel 

Die extrem schnelle Erderwärmung hat vielfältige Auswirkungen auf die Ökosysteme und auf Insekten. Er führt zu einem lokalen Aussterben von Arten mit kaskadenartigen Folgen, die scheinbar weit entfernte Arten betreffen können. Die geografische Verteilung von Lebewesen und die zeitlichen Abläufe ändern sich schnell, z. B. durch eine Verschiebung zwischen der Blütezeit einer Pflanze und der Flugsaison ihrer Bestäuber.

Auch die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse (Hitze, Dürre, Waldbrände, sehr starke Regenfälle, Überschwemmungen) setzt Insekten unter Druck. Beispiele hierfür sind Wasserlarven, die sich in bestimmten Temperaturbereichen entwickeln, oder auch der Rückgang der Sauerstoffkonzentration im Wasser. 

Der Klimawandel könnte – auf den ersten Blick – einigen Arten zugutekommen, z. B. wärmeliebenden Insekten, deren Lebensräume sich ausdehnen. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die zahlreichen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Lebewesen diesen Vorteil verringern oder aufheben.  

Weitere Faktoren 

Nicht heimische Arten – absichtlich oder unabsichtlich eingeführt – können negative Auswirkungen auf Insekten haben, wenn sie sich stark ausbreiten, z. B. indem sie eine minderwertige Nahrung darstellen. Sie scheinen bestenfalls neutrale, aber selten positive Auswirkungen zu haben.

Auch die Verbreitung bestimmter Krankheitserreger kann Insekten gefährden. So wurde der Zusammenbruch von Bienenkolonien mit Viren, Milben (Varroa destructor) und einzelligen Parasiten (Nosema) in Verbindung gebracht.

Die Lichtverschmutzung, ein zunehmendes Phänomen, wird stark verdächtigt, zum Rückgang der Insekten beizutragen. Künstliche Beleuchtung zieht fliegende Insekten an, was nicht zu unterschätzende Folgen hat. Sie werden zu leichter Beute für ihre Räuber (Spinnen, Fledermäuse usw.), haben Schwierigkeiten, sich zu orientieren und ihren zirkadianen Rhythmus aufrechtzuerhalten, insbesondere um zu sammeln, entfernen sich von ihren natürlichen Lebensräumen und ändern ihr Fortpflanzungsverhalten. Elektromagnetische Wellen wie 5G scheinen dagegen keine schädlichen Auswirkungen zu haben.

Wie lässt sich der Rückgang der Insekten stoppen?

Der Rückgang der Insekten ist fast ausschließlich auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Auswirkungen der Gesellschaft auf die Umwelt zu verringern, sind umfassende Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität notwendig.

Die wichtigsten Punkte 

Um Insekten zu schützen, müssen mehrere Maßnahmen ergriffen werden: 

  • natürliche Lebensräume (Wälder, artenreiche Wiesen, Teiche, Feuchtgebiete usw.) erhalten und die Ausdehnung von bebauten Gebieten begrenzen
  • die Zersiedelung des Landes verringern
  • den Einsatz von Pestiziden deutlich verringern und die Umwelt vor Verschmutzung schützen
  • Lichtverschmutzung verringern
  • Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergreifen 

Was ist konkret zu tun? 

Mit konkreten Maßnahmen können die oben genannten strategischen Schwerpunkte verfolgt werden. 

  • Der Staat kann nationale Aktionspläne zur Bekämpfung des Klimawandels, zur Einrichtung von Naturschutzgebieten und zur Erhaltung besonders wichtiger oder im Land seltener Arten aufstellen.
  • Er kann – durch finanzielle Anreize oder Subventionen – landwirtschaftliche Betriebe und andere Verantwortliche für unbebaute Flächen (z. B. Gemeinden) dazu ermutigen oder sogar verpflichten, mehr insektenfreundliche Lebensräume zu erhalten (artenreiche Wiesen, Feldränder, wenig erschlossene Flächen usw.). 
  • Er kann eine Raumplanung verfolgen, die die Zerstückelung von Grünflächen vermeidet und Naturgebiete erhält, die von menschlichen Aktivitäten wenig beeinflusst werden. 
  • Die Einschränkung des Einsatzes von Pestiziden und Düngemitteln kann durch deren Verbot, durch finanzielle Anreize oder durch Siegel erfolgen.  
  • Finanzielle Anreize müssen mit den Zielen der Erhaltung der Biodiversität in Einklang stehen. Es sollte zum Beispiel vermieden werden, dass sie einfach proportional zur Größe des landwirtschaftlichen Betriebs oder des Viehbestands sind.  
  • Natürlich müssen die Normen in Sachen Umweltverschmutzung durchgesetzt werden. 
  • Es ist wichtig, dass die Wälder vielfältig sind, mit lichten Stellen und ausreichend Totholz. 
  • Die Behörden können Programme zur Revitalisierung von Flussufern starten, mit weniger Deichen und mehr Feucht- und Überschwemmungsgebieten, was auch das Hochwasserrisiko senkt.
  • Städte können die biologische Vielfalt im städtischen Umfeld, insbesondere in öffentlichen und privaten Grünflächen, unterstützen und die Lichtverschmutzung reduzieren.
  • Generell ist es wichtig, die Interessengruppen und die Bevölkerung über die Bedeutung von Insekten für das Wohlergehen der Gesellschaft und die entsprechenden Verhaltensweisen zu informieren. Sie sollten auch dazu ermutigt werden, Praktiken zu übernehmen, die der biologischen Vielfalt förderlich sind.
  • Durch die Initiierung von Citizen-Science-Projekten (wie z. B. https://inaturalist.lu) können sowohl Daten gesammelt als auch die Bevölkerung einbezogen und informiert werden. 
  • Die Förderung der wissenschaftlichen Forschung führt zu verlässlicheren Daten, z. B. durch die Durchführung von Langzeitbeobachtungen der Artenvielfalt und der Abundanz von Insekten. 

Der luxemburgische Aktionsplan 

Die Regierung hat einen Aktionsplan 2021-2026 ins Leben gerufen, um das Aussterben von Insekten, insbesondere von Bestäubern, aufzuhalten. Im Vorfeld wurden die wichtigsten Interessengruppen angehört: Landwirtschaft, öffentlicher und privater Sektor, Naturschutzorganisationen, Naturparks, mit Umweltbelangen befasste Verwaltungen und Wissenschaft. 

Die Strategie deckt praktisch alle oben genannten Punkte ab. Sie ist in 21 konkrete Maßnahmen in drei großen Bereichen gegliedert:  

  • Schutz, Erhaltung und Management
  • Verbesserung des Wissensstandes
  • Weitergabe von Wissen, Ausbildung und Aufklärung 

Welche wissenschaftlichen Lücken müssen geschlossen werden? 

Wissenschaftliche Erkenntnisse über Insekten sind entscheidend, um gezielte Maßnahmen entwickeln zu können. Es ist angebracht, die Forschung zu fördern, um mehr zu erfahren über: 

  • die aktuelle Situation, die Entwicklung der Vielfalt und Abundanz von Insektenarten, ihre geografische Verbreitung sowie ihre Verteilung auf die verschiedenen Biotope (Teiche, Wiesen, Hecken usw.)
  • das Vorkommen invasiver Arten und ihre Auswirkungen auf die lokalen Populationen
  • die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Ökosystemen und Arten
  • die Ökosystemdienstleistungen von Insekten (Bestäubung, Abbau von organischem Material usw.)
  • die Ursachen und wechselseitigen Auswirkungen des Insektenrückgangs
  • die Wirksamkeit der Maßnahmen, die ergriffen werden, um dem Insektenrückgang entgegenzuwirken 

Autor: Daniel Saraga (Saraga Communications)
Redaktion: Michèle Weber (FNR)

*Abbildung 1: Von van Klink et al.,Science368,417–420 (2020). Nachdruck mit Genehmigung der AAAS. Leser dürfen das Material nur zu vorübergehenden Kopierzwecken ansehen, durchblättern und/oder herunterladen, vorausgesetzt, diese Nutzung erfolgt zu nichtkommerziellen persönlichen Zwecken. Außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen darf dieses Material ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Herausgebers weder ganz noch teilweise vervielfältigt, verteilt, übertragen, geändert, angepasst, aufgeführt, ausgestellt, veröffentlicht oder verkauft werden.
Abbildung 2 und 3: Daniel Saraga (Saraga Communications)
Infografik: Headroom Design

Infobox

Quellen

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https://www.nature.com/articles/s41559-020-1269-4

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Decline in insect populations - Wikipedia

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