Die Geologie ist ein sehr großer wissenschaftlicher Bereich, sodass sich der Geologe auf unterschiedliche Disziplinen spezialisieren kann, wie z. B. Hydrogeologie, die Geologie der Kohlenwasserstoffe, Kartografie, Seismologie, Vulkanologie und viele andere. Je nach Spezialisierung erarbeitet er Lösungen zur Begrenzung der Folgen von Hochwasser oder Verschmutzungen des Untergrundes; er prognostiziert Erdbeben oder versucht, neue in den kommenden Jahren verfügbare Energiequellen zu finden.

Bei den meisten Spezialisierungen verteilt sich die Arbeitszeit des Geologen auf die praktische Forschung, das Labor und sein Büro. Er ist häufig am Forschungsort anzutreffen, um Beobachtungen zu machen und Proben zu nehmen (Felsenfragmente, Fossilien etc.), die er anschließend im Labor analysiert (chemische Zusammensetzung von Felsgestein, Metallen etc.). Anschließend folgt eine Phase der Reflexion, entweder, um neue Theorien zu entwickeln oder praktische Lösungen zu erarbeiten. Arbeitet er als Wissenschaftler, verbringt er einen Teil seiner Arbeit mit Literaturarbeiten, der Erstellung von Publikationen und dem Austausch mit anderen Wissenschaftlern im Rahmen von Konferenzen und Kolloquien.

Die Geowissenschaften sind eine Naturwissenschaft, die sich mit allem befasst, was in Zusammenhang mit der Zusammensetzung, Entstehung und Struktur unseres und anderer Planeten steht. Sie beschränken sich nicht nur auf die Geschichte von Planeten, sondern beschäftigen sich auch mit klimatischen Veränderungen und der Nutzung natürlicher Ressourcen wie Kohlenwasserstoffe und Wasser.

Autor: Corinne Kroemmer

Link-Empfehlungen:

http://www.jcomjeune.com/article-metier/geologue

http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/docroot/r2/blobs/pdf/archiv/58594.pdf

http://www.berufsberatung.ch/dyn/1199.aspx?id=6004

Infobox

Kurz und knapp

 

Je nach Spezialisierung kann die Tätigkeit des Geologen mit Exkursionen in entlegene Gebiete verbunden sein, wo er geologische Phänomene in einem bestimmten Kontext untersucht. In anderen Fällen konzentriert er sich eher auf die lokale Umgebung, um zu prüfen, ob sich ein bestimmtes Gebiet für die Ansiedlung von Industrie oder Gebäuden eignet.

 

Bildungsabschluss

 

Master oder Doktorat incl. Dissertation

 

Potenzielle Arbeitgeber

 

Forschungsinstitute, Ingenieurbüros (Raumordnung, Bautechnik), öffentlicher Dienst

 

Art der Ausbildung

 

Diplom-Ingenieur für Geowissenschaften oder Master in Erdwissenschaften mit Schwerpunkt Geologie, ggf. anschließend Doktorat.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsinhalten erhalten Sie beim CEDIES.

 

 

Auch in dieser Rubrik

29. Februar
Kalendergeschichten Wie ist eigentlich unser Kalender entstanden?

Den 29. Februar gibt es nur alle vier Jahre – in den Schaltjahren. Doch warum ist das so und wie sind unsere Vorfahren draufgekommen?

FNR
Künstliche Intelligenz Der EU AI Act: Motor oder Bremse für Forschung und Innovation?

Das erste Gesetz weltweit zur Regulierung Künstlicher Intelligenz ist auf dem Weg: der EU AI Act der Europäischen Union. Drei wissenschaftliche Experten erläutern, was sie von dem Regelwerk halten.

Science-Check Elektroauto vs. Verbrenner: Welcher Autotyp hat den besseren CO2-Fußabdruck?

Stoßen Elektroautos wirklich weniger CO2 aus als Autos mit Verbrennungsmotor? Eine "Ziel mir keng!"-Episode in Zusammenarbeit mit dem Forscher Thomas Gibon vom LIST.

FNR