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„Software-intensive Systeme sind so komplex geworden, dass Software-Ingenieure oft große Schwierigkeiten haben, deren Zuverlässigkeit sicherzustellen“, sagt Lionel Briand

Professor Lionel Briand ist Träger des diesjährigen „IEEE Reliability Society Engineer of the Year“-Preises. Die Auszeichnung wurde ihm vergangenen Samstag (25. Januar) beim „Annual Reliability, Availability, and Maintainability Symposium“ (RAMS) in Colorado Springs, USA, verliehen.

„Wir sind sehr stolz, dass Lionel Briand der diesjährige Träger der renommierten Auszeichnung ist“, sagt SnT-Direktor Professor Björn Ottersten: „Der Preis ist der weltweit hochrangigste für Software-Prüfung und -Testung. Er ist nicht nur ein erneuter Beweis für Lionels ausgezeichneten wissenschaftliche Leistungen – vielmehr zeigt er auch, dass das SnT einen der weltweit führenden Wissenschaftler für Software-Entwicklung nach Luxemburg holen konnte.“

Briand hat einen FNR PEARL-Lehrstuhl inne und leitet das Software Verification and Validation Laboratory am Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT) der Universität Luxemburg. Die international hoch angesehene Auszeichnung würdigt Briands außerordentlichen Beitrag zum Fortschritt der Ingenieurwissenschaften im Bereich IT-Betriebssicherheit und insbesondere seine Leistungen im Feld der modellbasierten Software-Prüfung und -Testung.

Automatische Prüf- und Testverfahren für Softwaresysteme, um deren Zuverlässigkeit sicherzustellen

Unsere heutige Welt und damit viele ihrer Wirtschaftsfelder – von der Automobilindustrie bis zur Medizintechnik – hängen in immer größerem Ausmaß von komplexen Softwaresystemen ab. Das betrifft software-kontrollierte Herstellungsprozesse, Logistik-Zentren aber auch Telefon- und Internet-Kontenpunkte. Solche Systeme müssen höchst zuverlässig sein – also stabil, sicher und geschützt.

„Software-intensive Systeme sind so komplex geworden, dass Software-Ingenieure oft große Schwierigkeiten haben, deren Zuverlässigkeit sicherzustellen“, sagt Lionel Briand: „Um zuverlässige software-intensive Systeme in überschaubarem Zeit- und Kostenrahmen überhaupt liefern zu können, brauchen wir automatische Prüf- und Testverfahren.“ Briands Leistungen in diesem Feld sind nun mit dem IEEE Reliability Society-Preis gewürdigt worden.

Lionel Briands Werdegang

Im Januar 2012 ist Lionel Briand zum wissenschaftlichen Direktor des neuen Software Verification and Validation Laboratory am SnT berufen worden. Das Labor wird im Rahmen eines „Program Excellence Award for Research in Luxembourg“ (PEARL) des luxemburgischen Fonds National de la Recherche (FNR) gefördert. Bis Ende 2011 war Briand Leiter des Certus Software Verification and Validation Centre am Simula Research Laboratory in Oslo, Norwegen. Dort forschte er in enger Kooperation mit Industriepartnern und lehrte an der Universität Oslo. Davor arbeitete Briand am Systems and Computer Engineering Department an der Carleton University in Ottawa, Kanada, an der er Professor und Canada Research Chair (Tier I) für Software-Ingenieurswesen war. Lionel Briand war der erste Leiter für Software Quality Engineering am deutschen Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering und arbeitete auch als Wissenschaftler für die Software Engineering Laboratory am NASA Goddard Space Flight Center (CSC) und an der University of Maryland, USA.

Briand wurde 2010 zum IEEE Fellow ernannt und erhielt 2012 den IEEE Computer Society Harlan D. Mills Award. 

Autor: Uni Luxembourg
Foto © Uni Luxembourg

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Über das SnT

Das im Jahr 2009 von der Universität Luxemburg gegründete SnT ist ein international führendes Forschungsinstitut für die Sicherheit, Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT). Zusammen mit seinen Partnern etabliert es Luxemburg in diesem Feld als ein europäisches Exzellenz- und Innovations-Zentrum. Um größtmögliche Wirkung zu entfalten, verfolgt das SnT einen interdisziplinären Forschungsansatz, der nicht nur technische Aspekte berücksichtigt, sondern auch Themen aus Wirtschaft, Recht und Geisteswissenschaften. Mit seinem Partnership-Programm fördert SnT die Entwicklung innovativer Ideen, ermöglicht Forschungskooperationen mit etablierten Partnern aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor ebenso wie mit Start-ups und vertieft so nachhaltig Luxemburgs Kompetenz im ICT-Bereich.

Über die IEEE

IEEE ist der weltgrößte Berufsverband, mit dem Ziel technologischer Innovation und Exzellenz zum Nutzen der Menschheit. IEEE steht für Institute of Electrical and Electronics Engineers. Der Verband und seine Mitglieder inspirieren durch hochrangige Publikationen, Konferenzen, Technologiestandards sowie Berufs- und Ausbildungsaktivitäten eine weltweite Gemeinschaft. www.ieee.org/

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