Wissenschaft ist spannend, Wissenschaft ist kreativ – so „exakt“ sie auch sein mag. Beispiel gefällig? Man kann eine Wissenschaftsmesse einfach Wissenschaftsmesse nennen, aber eben auch FRVscience. Letzteres ist doppelt kreativ: Zum einen kommt – zumindest, wenn man schnell spricht - dabei das französische Wort für „Sprudeln“ heraus, zum anderen stehen die Großbuchstaben für „Fascination, Réflexion und Vocation“. Und genau so soll Wissenschaft ja auch vermittelt werden: als nie versiegende Quelle der Inspiration.

Rege besuchte Workshops zu lebensnahen Themen

Im Lycée de garçons in Luxemburg-Stadt zumindest nimmt man diese Interpretation von Wissenschaft ernst. Nicht umsonst hat man besagten Namen für ein Projekt gewählt, das vielmehr als eine Wissenschaftsmesse ist. Hier wird nicht durch Gänge geschlendert und passiv konsumiert, sondern aktiv partizipiert. Das von den Initiatoren um Physiklehrer Pascal Daman verfolgte Ziel lautet, wissenschaftliche Themen als das zu vermitteln, was sie sind: als lebensnah und dynamisch. Die Vermittler sind dabei nicht notwendigerweise Lehrer. Um einen möglichst regen Austausch zu garantieren, leiten auch Schüler der höheren Jahrgänge Workshops für die Klassen unter ihnen.

Ein „echter“ Nobelpreisträger zu Besuch

Auch durch dieses interaktive Konzept ist die Teilnahme an den FRVscience erfreulich rege. Am 25. und 26. April nahmen insgesamt 950 Schüler an 27 Workshops teil. Die Themen reichten dabei vom Dauerbrenner Wissenschaft und Umwelt über Wissenschaft und Medien bis hin zu Wissenschaft und Informatik. Dabei wurde – getreu dem Motto der Aktionstage – fasziniert, reflektiert aber auch auf eine mögliche Berufung hin sensibilisiert. Denn Beruf kommt von Berufung, und Wissenschaft wird hierzulande mehr und mehr ein Berufsfeld. Passend dazu auch die Anwesenheit eines „Stargasts“ und ehemaligen LGL-Schülers, der als Forscher weltberühmt geworden ist: Mit Jules Hoffmann stand ein „echter“ Nobel-Preisträger den Schülern Rede und Antwort – sehr reflektiert und extrem faszinierend.

Tradition soll fortgesetzt werden

Mit den diesjährigen drei Aktionstagen ging der auf drei Jahre angelegte Aktionstage-Zyklus rund um die exakten Wissenschaften zu Ende. Im kommenden Jahr soll ein neuer Zyklus die Nachfolge antreten - und damit sozusagen eine Tradition fortsetzen: Vor FRVscience gab es am Lycée de garçons bereits Zyklen zu Kunst („Tout Lézard“) und Sprachen („LanGuesdéLiées“) – beide ebenfalls so kreativ wie die Namen es vermuten lassen. 

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