© Luxembourg Science Center

Als Entdeckungszentrum für Technik und Wissenschaft hat das Luxembourg Science Center (LCS) bereits mehr als 75 interaktive Stationen, spektakuläre Science Shows und tägliche Workshops im Programm. Sarah Roth und Maude Pauly, die zum Team der wissenschaftlichen Mediatoren der Einrichtung in Differdange gehören, haben nun ein weiteres Angebot gestartet: Science Alert.

Sarah, was verbirgt sich hinter Science Alert?

Es geht darum, das ganze Jahr über aktuelle Themen zu behandeln. Die Idee hinter „Science Alert“ ist, dass wir uns mit einem Teil des Projekts jeweils vor Ort und mit dem anderen dann hier im Science Center befassen. Wir haben dazu in der Ausstellung einen Bereich abgetrennt, der jetzt unser LSC-News-Studio ist. Dort bieten wir dann mindestens zwei Mal am Tag kurze Science Shows von jeweils zehn bis 15 Minuten an, in denen wir dann Experimente zu den jeweiligen Themen machen.

Ergänzend dazu wollen wir dann auch immer ein Video drehen, um dabei dann Experten aus dem jeweiligen Bereich zu interviewen, die mit diesem wissenschaftlichen Thema jeden Tag zu tun haben. Bei unserem ersten Video, das wir bereits im vergangenen Winter gedreht haben, geht es um das große Thema „Wein“.

Was hat Wein mit Wissenschaft zu tun?

Die Aktivitäten, die wir dazu hier im Studio anbieten, haben weniger mit dem Weintrinken zu tun, sondern beispielsweise eher mit dem Öffnen und Schließen der Flaschen, indem wir dabei das Hebelgesetz erläutern. Oder wir machen Musik mit Weingläsern und beschäftigen uns so mit der akustischen Resonanz.

Im Video, das wir dazu bei der Domaines Vinsmoselle gedreht haben, geht es dann eher um den Beruf des Kellermeisters und um die Berührungspunkte dieses Berufs mit der Wissenschaft. So wird zum Beispiel erklärt, was es mit dem Weinstein auf sich hat und wodurch dieser entsteht. Es geht aber auch darum, Menschen zu porträtieren, die nicht unbedingt etwas mit Wissenschaft zu tun haben.

Sarah Roth (Foto) und Maude Pauly haben im Science Center auch ein kleines Studio eingerichtet, in dem dann Experimente zu den jeweiligen Themen stattfinden. 

Welche Themen werden als nächstes behandelt?

Wir haben für unseren zweiten Film vor kurzem in Kooperation mit der LUNEX University of Health, Exercise & Sports gedreht. Thema dabei war die Wissenschaft hinter dem Sport und wie man seine Trainingsperformance optimieren kann. Zum Beispiel beim Tischtennis. Wir hatten beim Filmdreh auch die Profi-Tischtennisspielerin Sarah de Nutte dabei und haben dann mit ihr auch neue Methoden ausprobiert. Das hat viel Spaß gemacht und war auch für uns ganz spannend. Ergänzend dazu werden wir uns dann hier in unserem Studio mit den Muskelaktivitäten und der Verbindung zwischen Gehirn und Muskel befassen, oder aber auch damit, wie ein Muskel überhaupt funktioniert.

Im dritten Video geht es dann um den Klimawandel. Dabei arbeiten wir dann mit TERRA, einem Zusammenschluss für solidarische Landwirtschaft, zusammen. Da wird es dann unter anderem darum gehen, wie man mit einer möglichst niedrigen CO2-Bilanz regionale Produkte herstellen kann. Und auch hierbei werden wir dann wieder die Wissenschaft dahinter erklären. 

Autor: Uwe Hentschel

Foto: Uwe Hentschel

Video: Luxembourg Science Center

Wissenschaftskommunikation Krebsforschung erklärt und erlebt

Wie sieht Krebsforschung aus? Besucher*innen des Benefizlaufs Relais pour la Vie 2019 hatten die Möglichkeit, einen Blic...

Evidence based policy making Luxemburgs Parlament schafft wissenschaftlichen Dienst für Abgeordnete

Abgeordnete müssen oftmals über hochkomplexe Themen abstimmen, in denen Wissenschafts-Expertise eine wichtige Rolle spie...

Interaktive Konferenz Wie kann man als Bürger seine Umweltbelastung reduzieren?

Am 17. November 2020 findet die nächste interaktive Konferenz „So you think you’re green” statt (online). Diese konzentr...

FNR

Auch in dieser Rubrik

Urbaner Metabolismus Die verborgenen Folgen des Ressourcen-Verbrauchs in Städten sichtbar machen

Die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit, die das Leben in Städten mit sich bringt, machen sich meist ganz woanders bemerkbar. Mit diesen Zusammenhängen befasste sich Thomas Elliot am LIST.

FNR
Road sign CO2 Emissions
Statistik Der Einfluss der Corona-Krise auf Luxemburgs Klimaziele

Im Jahr 2020 befand sich Luxemburg auf einem guten Weg, seine CO2-Emissionsziele für 2030 zu erreichen. Leider ist dies jedoch nicht dem Klimaschutz zu verdanken.

Hochhausfassade
Smart Cities Viel Fläche für Fotovoltaik: Auf der Suche nach Energiepotenzialen in der Stadt

75 Prozent der Europäer leben in Städten. Ein vom LIST entwickelter 3D-Algorithmus soll nun dabei helfen, genau dort ideale Standorte und Flächen für Fotovoltaik-Projekte zu ermitteln.

Erneuerbare Energie Wie ein superschwarzes Material Elektrizität erzeugen könnte  

Im Sommer werden schwarze Autos besonders heiß. Für eine PhD Studentin des Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST), ist dieses Problem eher eine Lösung.