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Die Nachricht am Samstag war für viele ein Schock: 44 Neuinfektionen. Am Wochenende hatten sich die Zahlen dann ein bisschen beruhigt. Aber nun vorgestern wieder: 43 Neuinfektionen. Gestern: 46 Neuinfektionen. Geht es tatsächlich wieder los? Ist die zweite Welle da?

Die Antwort: Noch wissen wir es nicht sicher, aber viel deutet darauf hin. Das sollte aber kein Grund zur Panik sein. Wir müssen nur wohl oder übel dem Virus wieder weniger Möglichkeiten geben, sich zu verbreiten. Gestern auf der Pressekonferenz wurde ja auch verkündet, dass vor allem Partys und im Privaten wieder strenger reglementiert werden sollen.

Im folgenden Artikel gehen wir detaillierter auf das Thema 2. Welle ein. Für ganz Eilige aber schon mal die wichtigsten Punkte gleich zu Beginn:

Was ist eigentlich eine zweite Welle? Und wie können wir die Situation unter Kontrolle behalten?

Es gibt keine klare Definition dafür, was eine zweite Welle ist. Das ist eigentlich auch nicht die entscheidende Frage. Diese lautet vielmehr: Werden wir es schaffen, das Virus über die nächsten Wochen und Monate unter Kontrolle zu halten? Hierfür ist es entscheidend zu wissen, wo genau die Neuinfektionen stattfinden. Identifizierte Cluster (also Gruppen an infizierten Personen, die sich im selben Umfeld oder beim selben Ereignis angesteckt haben) können einigermaßen kontrolliert werden. Wenn das Virus anfängt zu streuen, wird es schwieriger es unter Kontrolle zu halten.

Ob wir das Virus unter Kontrolle halten können, hängt neben Hygienemaßnahmen und Kooperationsbereitschaft innerhalb der Bevölkerung auch viel von Tests und vom Contact Tracing ab. Solange wir hinterherkommen, einzelne Fälle zu identifizieren (durch Tests) und zu isolieren, und deren Kontakte zu identifizieren und zu isolieren (Contact Tracing) können wir die Ausbreitung kontrollieren. Dies entspricht Phase 1 der Pandemiebekämpfung (Mitigation). Sobald es nicht mehr möglich ist, einzelne Fälle und deren Kontakte zu identifizieren und zu isolieren, beginnt in der Regel Phase 2, Confinement, in der nicht einzelne Menschen, sondern ganze Menschengruppen in Quarantäne gesetzt werden müssen (regionaler oder nationaler Lockdown), um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Über die letzten Tage wurden mehr Neuinfektionen identifiziert: Liegt das nur an der höheren Anzahl an Tests?

Die Antwort lautet: Nein, der Anstieg kommt nicht nur durch die höhere Anzahl an Tests. Auch unabhängig von der Anzahl an Tests, steigt erwiesenermaßen zurzeit die Viruslast in der Bevölkerung.

Natürlich können durch mehr Tests mehr Infektionen identifiziert werden. Luxemburgische Forscher haben diesen Effekt jedoch herausgerechnet indem sie die positiven Fälle im Verhältnis zur Anzahl an Tests ermittelt haben (positive Fälle geteilt durch Anzahl an Tests). Das Resultat: Die Anzahl der positiven Fälle steigt auch unabhängig vom Anstieg der durchgeführten Tests. Dies konnte auch unabhängig davon durch eine erhöhte Präsenz des Virus in den luxemburgischen Abwässern bestätigt werden.

Als Luxemburg am 16. März in den Lockdown ging, gab es offiziell insgesamt erst 81 Infektionen. Jetzt gerade haben wir in den letzten Tagen insgesamt 3 mal mehr als 40 Neuinfektionen verzeichnet. Müssen wir wieder in den Lockdown?

Die Situation im März kann man nicht direkt mit der Situation jetzt vergleichen. Am März gab es einerseits weitaus mehr Infizierte als offiziell bestätigte Fälle. Die Dunkelziffer war noch unbekannt. Außerdem war das Virus damals eine große Unbekannte. Die Staaten weltweit wussten sich nicht anders zu helfen, als mit Lockdowns, was in der Situation richtig war. Mittlerweile aber kennen wir das Virus besser und haben uns vorbereitet, was uns mehr Handlungsoptionen gibt: Wir haben Erfahrungswerte im Umgang mit dem Virus, auf die wir uns nun stützen können. Das Gesundheitssystem hat auch aufgerüstet. Die Menschen in Luxemburg haben außerdem gelernt, wie man das Virus zurückdrängen kann. Wir wissen, dass uns das durch gemeinsame Anstrengungen gelingen kann. Wir wissen auch auf was es ankommt, dass Maßnahmen wie Maskentragen und Physical Distancing effektiv helfen. Wir wissen auch, dass sogenannte Superspreader eine wichtigere Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen als zu Anfang angenommen – was bedeutet dass Maßnahmen wie Partys oder Groß Events zu reduzieren oder abzusagen einen starken Impakt auf die Eindämmung des Virus haben können. Wir kennen durch u.a. die CON-VINCE Studie besser die Dunkelziffer an Infizierten und können diese durch das Large-Scale Testing auch identifizieren. Außerdem sind wir stärker aufgestellt, was das Contact Tracing anbelangt, was eine ungemein wichtige Rolle dabei spielt, das Virus unter Kontrolle zu halten. Auch dass Luxemburg so viel testen kann, trägt viel dazu bei, dass wir das Virus besser kontrollieren können. Besser als zum Anfang der Pandemie, als noch kaum Masken und Tests verfügbar waren und es kaum Erfahrungswerte mit dem Virus gab. Wir haben also viel mehr Möglichkeiten zur Hand, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen, ohne sofort in den Lockdown zu müssen. Vieles hängt aber davon ab, ob die Menschen sich verantwortungsvoll verhalten, bei Initiativen wie dem Large-Scale Testing auch mitmachen oder bei Anweisungen von Quarantäne diese auch befolgen.

Trotzdem zeigen die aktuellen Zahlen: Die Situation ist ernst zu nehmen. Das Virus ist immer noch da. Ohne ausreichenden Hygienemaßnahmen könnten wir schnell wieder in einen exponentiellen Verlauf gelangen – den wir alle vermeiden wollen. Keiner will einen erneuten Lockdown. So viel steht fest… Die aktuelle Situation zeigt: Der weitere Verlauf der Pandemie wird noch über Monate davon abhängen, wie wir uns verhalten.

Was kann ich dazu beizutragen, die Situation zu beruhigen?

Wichtig ist sich klar zu machen, dass es bei solch einer Pandemie nicht nur um einen selbst geht. Eine Pandemie ist eine Sache der öffentlichen Gesundheit. Mit meinem eigenen Verhalten trage ich zum Durchschnitt der ganzen Bevölkerung bei. Entweder ich verschiebe die Durchschnittswerte in Richtung „dem Virus mehr Chancen geben“, oder „dem Virus weniger Chancen geben“.

Es geht schlussendlich um Wahrscheinlichkeiten. Nicht um eine absolute Gewissheit für eine einzelne Person.

D.h. jedes Mal wenn jemand z.B. auf eine Party verzichtet, seine Maske trägt, physical distancing einhält, seine Hände wäscht etc. trägt er dazu bei, die Wahrscheinlichkeit einer Infektion zu verringern. Ein Lockdown ist nichts anderes als eine radikale Maßnahme, diese Wahrscheinlichkeit durch Zwang auf ein Minimum zu reduzieren. Besser wäre es natürlich, dass wir den Mittelweg finden, so viel wie möglich zuzulassen, aber eben auch so viel wie nötig zu unterlassen – bis ein Impfstoff oder eine wirksame Therapie vorhanden ist.

Nun im Folgenden aber etwas mehr im Detail Infos und Analysen zum Thema zweite Welle in Luxemburg und weltweit.

Was ist eine zweite Welle? Wie kann man diese definieren?

Mit der Definition der zweiten Welle verhält es sich fast so wie mit den Wellen im offenen Meer - exakt ‘die’ eine Welle, die gibt es nicht. Von einer zweiten Welle zu sprechen, wenn es nur einen kleinen Anstieg der Neuinfektionen gibt, wäre falsch. Eine genaue Definition gibt es nicht und das liegt in der Natur der Sache: Ist ein Anstieg der Neuinfektionen einfach nur ein kleiner zusätzlicher Buckel der ersten Infektionswelle? Sind lokale Ausbrüche, die zwar zu einem Anstieg der Neuinfektionen führen, aber eben regional begrenzt sind, eine echte zweite Welle? Oder kann man von einer zweiten Welle nur dann reden, wenn weite Teile der Bevölkerung betroffen sind?

Vor allem am Anfang eines Anstiegs, ist es schwer vorauszusagen, ob dies nun eine kurze Anomalie ist, oder der Anfang einer zweiten Welle. Besonders in Luxemburg, weil hier die absoluten Fallzahlen gering sind und stochastische Abweichungen (also zufällige Abweichungen) eine desto größere Rolle spielen, je kleiner die Zahlen sind. 

Die WHO geht zurzeit auch eher davon aus, dass die steigende Anzahl an Neuinfektionen in vielen Ländern eher ein zweiter Höhepunkt der erste Welle sei, sagt der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. „Was wir jetzt in vielen Ländern erleben, ist ein zweiter Höhepunkt der ersten Welle in vielen Ländern, wo das Virus nicht genug unterdrückt worden ist, um eine Übertragung der Krankheit zu verhindern“, sagte Ryan. Um so mehr müssten Maßnahmen wie Handhygiene, Abstand halten und Isolation von Infizierten und ihren Kontakten konsequent weiter angewendet werden. „Sonst könnten wir eine Situation bekommen, wo das Infektionsniveau anhaltend höher ist als wir es wirklich wollen.“  Ryan geht davon aus, dass das Potential einer zweiten Welle da sei, aber eher wieder im Winter, wenn sich wieder mehr Menschen eng in Räumen zusammen aufhalten und das Virus sich dadurch leichter von Mensch zu Mensch verbreiten kann als jetzt. Womöglich reagiere das Virus auch auf Temperaturen. (Anmerkung: Dieser Abschnitt wurde am 4. Juli hinzugefügt. Er zeigt: Ob es nun eine zweite Welle oder ein zweiter Höhepunkt einer ersten welle ist: Dies ist im Endeffekt nur Semantik. Wie bereits am Anfang gesagt geht es darum, zu analysieren, wie der weitere Verlauf sein wird und ob wir jederzeit in der Lage sind, die Situation zu kontrollieren). 

Die Befürchtungen, dass es eine zweite Welle von COVID-19 geben wird, sind u.a. auf den Verlauf der Spanischen Grippe zurückzuführen, die in den Jahren 1918 und 1919 in Europa wütete. Während dieser Pandemie infizierten sich weltweit rund 500 Millionen Menschen, 20 bis 50 Millionen Menschen starben. Das Virus trat erstmals im Frühjahr 1918 auf und noch einmal im Herbst desselben Jahres, dann aber in einer mutierten, deutlich tödlicheren Form. Diese zweite Welle war damals weit heftiger als die erste. Es gab sogar noch eine dritte Welle. Natürlich kann man nicht 1 zu 1 von der spanischen Grippe auf die Covid-19 Pandemie schließen. Dennoch ist es hilfreich, aus vergangenen Pandemien zu lernen. Und die Spanische Grippe zeigt nun mal, dass eine Pandemie in mehreren Wellen möglich ist. Andere Pandemien sind aber auch ohne zweite Welle verlaufen, wie beispielsweise die Schweinegrippe.

Von Centers for Disease Control and Prevention
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3291398/, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6916289

Welche Verlauf die SARS-Cov-2-Pandemie nehmen wird, ist noch unklar. Global gesehen, befinden wir uns in der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie nach wie vor in der ersten Welle!

Doch in einzelnen Länder sieht man den typischen Auf- und Ab-Verlauf der Pandemie, der auf eine zweite Welle hinweist. Diesen Verlauf kann man z.B. im Iran, in Israel, in Costa Rica, in Bulgarien und in Schweden beobachten, aber ebenso im kleineren, in einzelnen US-Bundesstaaten und der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. (Mehr Infos zu den Verläufen in den einzelnen Ländern weiter unten im Artikel).

Auch Luxemburg zeigt aktuell eine charakteristische Form von einem Auf- und Ab-Verlauf, jedoch ist der Ab-Verlauf noch ganz am Anfang und es ist noch nicht sicher, ob es sich hier um einen kleinen Buckel handeln wird oder eine mehr oder weniger große Welle. Dies wird die Zukunft zeigen und wird von unserem Verhalten geprägt. Hier ein Diagramm der John Hopkins Universität, wo die Zahl an Neuinfektionen pro Tag aufgelistet ist.

Haben wir denn nun eine zweite Welle in Luxemburg?

Betrachten wir nun die Anzahl der Neuinfektionen in Luxemburg und der tägliche Anstieg der aktiven Fälle, gemittelt über 7 Tage. Dann kann man feststellen, dass dieser Wert seit dem 13. Juni 10% überschreitet. Noch nicht im Diagramm mit einberechnet sind die 46 Fälle von gestern, die darauf schließen lassen, dass von einem Trend zu höheren Fallzahlen auszugehen ist.

Copyright Diagramm: Tom Goedert

Man kann außerdem feststellen, dass die Wachstumsrate nur auf den vorherigen Tag ermittelt, zu viele Schwankungen ergibt, und als Wert also wenig Sinn macht. Und schließlich kann man feststellen, dass seit dem 4. Juni der Anstieg relativ konstant nach oben verläuft. Besser sehen kann man dies in folgendem Diagramm:

Copyright: Tom Goedert

Diesen Zahlen zufolge deutet also vieles darauf hin, dass wir uns aktuell am Beginn einer zweiten Welle befinden, bzw die Zahlen eben einfach wieder ansteigen. Hier das Fazit von Forschern der Covid-19 Task Force (Stefano Magni, Daniele Proverbio, Paul Wilmes, Jorge Goncalves und Alexander Skupin), die zum Thema zweite Welle einen Bericht geschrieben haben, in dem sie die aktuelle Situation analysieren und mögliche Anzeichen einer 2 Welle diskutieren: „Nach der kontinuierlichen Abnahme der neuen Covid-19 Fallzahlen während der letzten beiden Monate und der Stabilisierung auf einem niedrigen Niveau von weniger als 10 neuen Fällen pro Tag von Mitte Mai bis Mitte Juni, sind die Fallzahlen der letzten Woche alarmierend und könnten auf eine 2. Welle hindeuten.“ (Der ganze Bericht kann ganz unten im Artikel als pdf runtergeladen werden).

Noch ist es jedoch zu früh voreilig Schlüsse zu ziehen. Wir können noch nicht sicher einschätzen, wie der weitere Verlauf vonstattengehen wird. Die Forscher schreiben weiter: „Um den Anstieg der letzten Woche zu kontextualisieren, ist es essentiell, den Ursprung der neuen Fälle auszumachen.“

Weshalb ist es wichtig zu wissen, wo die Neuinfektionen stattfinden?

Alexander Skupin, Leiter der Modellierungsgruppe der Research Luxembourg Task Force meint hierzu: „Zurzeit sieht es nach einer zweiten Welle aus. Aber das ist eigentlich nicht die entscheidende Frage. Wichtig ist, dass wir die Situation unter Kontrolle halten können. Hierzu ist es wichtig, die Details zu analysieren. Wenn die Neuinfektionen alle in Clustern auftreten ist dies einfacher zu kontrollieren als wenn das Virus sich diffus in der Bevölkerung verbreitet.“

Weshalb ist das so?

Nehmen wir das Beispiel einer Party. Ein Superspreader steckt z.B. auf einer Party 20 weitere Menschen an. Es entsteht ein Infektionscluster. Durch das Large-Scale Testing und allgemein hohe Testkapazitäten, ist in Luxemburg die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass einer dieser nun 21 Infizierten kurz danach positiv getestet wird. Durch Contact Tracing werden seine Kontakte ermittelt, in Quarantäne gesetzt und auch getestet. Da man durch diesen einen Fall nun auf einen ganzen Cluster gestoßen ist, ist zwar die Anzahl an Neuinfektionen in einem Zeitraum von 1-3 Tagen hoch, doch die Situation ist relativ gut unter Kontrolle. Unter der Annahme, dass alle oder zumindest der Großteil der Infizierten identifiziert und unter Quarantäne gesetzt werden konnten und also niemand weiteres mehr anstecken können.

Anders verhält es sich, wenn das Virus anfängt zu streuen. Wenn es also plötzlich nicht mehr ersichtlich ist, wo und von wem die Infizierten angesteckt wurden. Oder wenn die Menschen sich nicht mehr erinnern, wen sie wann und wo getroffen haben. Dann wird es schwieriger Kontakte nachzuverfolgen, den Infektionsherd zu ermitteln. Allein die Anzahl an Neuinfektionen ist also allein noch nicht aussagekräftig. Schlussendlich geht es darum, ob wir mit dem Contact Tracing hinterherkommen, einzelne Fälle zu identifizieren und zu isolieren. Ist dies nicht mehr der Fall, riskiert die Situation außer Kontrolle zu geraten.

Zurzeit wird in Luxemburg Contact Tracing manuell durchgeführt. Es gibt aber auch Überlegungen, zusätzlich an einer Contact Tracing App zu arbeiten, als Zusatzmittel zum manuellen Contact Tracing. Hier ein Artikel mit Hintergrundwissen zu Contact Tracing Apps:

Wie bereits gesagt, geht es in der aktuellen Situation darum, die Kontrolle zu behalten. Gibt es hier einen Richtwert? Paul Wilmes, Vize-Sprecher der COVID-19 Task Force, meint hierzu: „Wir denken, dass es gut ist, pragmatisch zu sein. Wir haben, im Gegensatz zur Situation im März, nun Erfahrungswerte. Wir wissen z.B. dass wir zum Höhepunkt der Pandemie in Luxemburg ca 2300 offizielle aktive Fälle hatten. Diese 2300 Fälle waren eine Herausforderung für das Gesundheitssystem, aber wir haben es geschafft, es kam zu keiner totalen Auslastung der Intensivstationsbetten. Wir sollten versuchen, nicht über diesen Wert hinaus zu gehen, damit auch weiterhin noch Betten für Patienten mit anderen Beschwerden zur Verfügung stehen. Dass die aktuelle Zahl an aktiven Fällen nach langer Zeit wo es relativ ruhig war, hochgehen würde, nach all den Lockerungsmaßnahmen, war klar. Dies hatten wir in all unseren Simulationen berechnet. Wichtig ist nur, dass dieser Anstieg unter Kontrolle bleibt und die Anzahl an 2300 aktiven Fällen nicht überschritten wird. Daher sollte der Anstieg nicht zu rasant nach oben zeigen.“

Wir haben hier u.a. vom Effekt von vielen Tests gesprochen. Viele fragen sich, berechtigterweise, ob der Anstieg an offiziellen Neuinfektionen daher kommt, dass mehr getestet wird? Gehen wir dieser Frage mal auf den Grund.

Ist der Anstieg der Neuinfektionen nur darauf zurückzuführen, dass mehr getestet wird?

Die oben genannten Forscher schreiben in ihrem Report: «Die Analyse zeigt außerdem, dass der Anstieg der Fallzahlen nicht durch das vermehrte Testen induziert wurde.“

Wie kommen die Forscher darauf? Seit Anfang Juni verfügt Luxemburg über das Large-Scale Testing, eine Initiative die immer mehr an Fahrt aufnimmt. Wie können sie sich sicher sein, dass die erhöhte Zahl an Neuinfektionen nicht bloß auf das Large-Scale Testing zurückzuführen ist?

Um dies zu beantworten haben die Forscher die relative Anzahl der positiven Fälle pro Tag und pro Testanzahl dargestellt (in blau die Tageswerte und in grau die über 7 Tage gemittelten Werte).  Hierzu die Forscher: «Diese normalisierte Kurve zeigt zum einen das Abklingen der Fallzahlen pro Tag bis Mitte Mai, wo sich die Fallzahlen (vielleicht im Zuge der ersten Lockerungs-Maßnahmen) stabilisieren bevor sie Ende Mai erneut fallen und sich im Juni auf niedrigem Niveau einpendeln. Ab dem 19. Juni ist aber ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen, wobei die normierten und über 7 Tage gemittelten Werte einen exponentiellen Verlauf zeigen. Dies ist ein klares Indiz, dass der Anstieg der Fallzahlen nicht durch das vermehrte Testen induziert wurden und u.U. den Anfang einer 2. Welle anzeigt. Für eine weitere Analyse wäre es im nächsten Schritt essentiell, den Ursprung der neuen Fälle auszumachen, d.h. insbesondere festzustellen, ob der Anstieg aus Infektionsclustern und entsprechender Kontaktverfolgung hervorgeht oder eine allgemeine Virusverbreitung in der Bevölkerung darstellt.»

Abbildung der Covid-19 Task Force: Relative Covid-19 Fallzahlen, die durch die Anzahl der durchgeführten Tests normalisiert wurden. Die täglichen Fallzahlen (blau) und der 7-Tages Mittelwert (grau) zeigt zum einen das Abklingen der Epidemie und eine sehr geringe Prävalenz in den ersten beiden Juni Wochen, aber auch einen ersten signifikanten Anstieg innerhalb der letzten Woche.

Wenn wir gerade den Anfang einer zweiten Welle erleben, dann müsste sich das ja auch in der R-Zahl wiederspiegeln. Wie schaut es da aus?

Effektive Reproduktionszahl Reff

Hierzu die Forscher: „Die effektive Reproduktionszahl Reff, die angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, muss langfristig unter 1 liegen, damit die Epidemie durch Kontaktverfolgung unter Kontrolle gehalten werden kann. Liegt Reff für längere Zeit über 1, werden auch niedrige Fallzahlen zu einem stetigem (u.U. exponentiellem) Anwachsen der Fallzahlen führen, die die Kapazität der Kontaktverfolgung übersteigt. Bei einem Anstieg der Fallzahlen ist zudem von einer Zunahme in der Belegung von Krankenhausbetten und Intensivstationen durch COVID-19 Patienten auszugehen, wobei sich diese mit einer Zeitverzögerung von 2-3 Wochen seit dem Anstieg der Fallzahlen bemerkbar machen wird.“

Vereinfacht gesagt: Wenn die Anzahl der Neuinfektionen hochgeht, ist Reff über 1, wenn die Anzahl der Neuinfektionen runtergeht, ist Reff unter 1. Dem zufolge ist es nicht verwunderlich, dass Reff die letzten Tage nun über 1 war. Hier die Erklärungen der Forscher: „Wie aus [der] Abbildung zu ersehen ist, lag die effektive Reproduktionszahl in Luxembourg für längere Zeit im Mai stabil bei etwa 0,8, stieg aber seit Anfang Juni kontinuierlich, sodass wir seit dem 15.6. wieder von einem Reff-Wert von über 1 ausgehen müssen. Die relativ große Unischerheit, die durch das grau eingefärbte 50%-ige Konfidenzintervall gezeigt ist, resultiert aus den relativ niedrigen Fallzahlen, die die Abschätzung erschweren, aber der kontinuierliche Verlauf lässt auf die Stabilität der Werte schließen.“

Abb: Verlauf der effektiven Reproduktionszahl in Luxembourg.

Stand gestern (01.07.2020) wird von einem Reff-Wert von 1,37 ausgegangen. Das Ziel, den R-Wert unter 1 zu halten ist also momentan nicht erreicht.

Problem: Die Reproduktionszahl reicht nicht aus, um Aussagen über lokale Ausbrüche treffen zu können

Die Reproduktionszahl gibt zuverlässig Auskunft über das Infektionsgeschehen in einer Bevölkerung. Man braucht aber mindestens eine weitere Größe, um Aussagen über lokale Ausbrüche treffen zu können.

“R-Wert” wird die so genannten Reproduktionszahl genannt, sie ist ein wichtiger epidemiologischer Kennwert und gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Am Anfang einer Pandemie gibt es den Startwert R0, auch Basisreproduktionszahl genannt. Dieser R0-Wert beschreibt einen epidemiologischen Ausnahmezustand: Das Virus trifft auf eine Bevölkerung, in der keiner immun gegen das Virus ist. Das ist eine Bevölkerung, in der keiner geimpft ist und in der bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Maßnahmen getroffen wurden, die das Virus eindämmen. Für SARS-CoV-2 liegt dieser R0-Wert zwischen 2,4 und 3,3, das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas mehr als zwei bis etwas mehr als drei Personen ansteckt. Ohne Gegenmaßnahmen würde die Zahl der Infektionen rasch exponentiell ansteigen. Mit der Zeit werden aber immer mehr Menschen immun oder die Menschen verändern ihr Verhalten, z.B. durch Tragen von Masken oder physical distancing. Dadurch ändert sich die Reproduktionszahl. Diese nennt man nun Reff. Im Durchscnitt steckt ein Infizierter durch diese Begebenheiten nun weniger andere Menschen an.  Auch Maßnahmen wie verstärkte Tests und effizientes Contact Tracing tragen dazu bei, Reff zu senken. In vielen Ländern ist es das erklärte Ziel die Reproduktionszahl unter 1 zu drücken, denn diese Zahl gilt als Richtwert dafür, dass man das Infektionsgeschehen unter Kontrolle hat.

Denn der R-Wert hat seine Tücken: Er ist nicht mehr aussagekräftig, wenn die Fallzahlen zu klein werden. Deswegen ziehen Epidemiologen gerne als weiteren Richtwert die Zahl der Neuinfektion pro definierte Einwohnerzahl in bestimmten Regionen hinzu, meist den Durchschnittswert von sieben Tagen. Dieser Wert hat auch den Vorteil, dass er dabei hilft festzustellen, wo es neue Infektionsherde gibt.

Der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist umstritten

In Deutschland hat man sich Anfang Juni dazu entschlossen, einen Grenzwert einzuführen: Wenn sich in einer Gegend innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 von 100.000 Einwohner neu infizieren, wird diese Region zum Risikogebiet erklärt. Dass es einen Grenzwert gibt, befürworten viele Wissenschaftler: “Die Regelung schafft immerhin einen gewissen Anspruch, die lokalen Gesundheitsämter in die Lage zu versetzen, auf lokale Ausbrüche schnell und wirksam reagieren zu können", sagt z.B. Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Allerdings ist diese absolute Zahl, die auf politischer Ebene festgelegt wurde, umstritten. Es gibt Wissenschaftler, die sie als zu niedrig ansehen, andere hätten bevorzugt, dass es keinen Grenzwert gibt und die lokalen Gesundheitsämter selber festlegen, welche Werte für ihre personellen Kapazitäten annehmbar sind.

Wird Luxemburg als Risikogebiet eingestuft werden?

Das hängt natürlich davon ab, wie die Zahlen sich entwickeln. Legt man diese Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zugrunde, würde Luxemburg zum Risikogebiet eingestuft werden, wenn innerhalb von 7 Tagen 45 oder mehr Neuinfektionen pro Tag unter den Luxemburger Einwohnern (Grenzgänger ausgenommen) identifiziert würden. Eine Antwort zu dieser Frage kann man jedoch pauschal nicht geben, da dies von politischen Begebenheiten abhängig ist und natürlich auch von der Entwicklung der Fallzahlen in Luxemburg.

Wie Premierminister Xavier Bettel gestern auf der Pressekonferenz verkündete, würde man für den Fall, dass man von anderen Ländern als Risikogebiet eingestuft werden würde, jedoch in Verhandlungen treten. Schließlich detektieren wir durch die hohe Anzahl an Tests ja auch verhältnismäßig mehr Menschen, die positiv sind als Länder, die weniger testen. 

Wer erklärt wen und warum zum Risikogebiet?

Die EU-Kommission hat Mitte Mai Empfehlungen herausgegeben, wie die Reisebeschränkungen in Europa sukzessive wieder aufzuheben sind. Wichtigstes Kriterium hierbei: “Zunächst sollen die Beschränkungen zwischen Gebieten oder Mitgliedsstaaten mit hinreichend ähnlicher epidemiologischer Lage aufgehoben werden.” Will heißen: Länder und Regionen, in denen die Pandemie einen vergleichbaren Punkt erreicht hat, sollten untereinander die Reisebeschränkungen aufheben. Doch solche Ideen funktionieren nicht, wenn - wie in Europa - die unterschiedlichsten Gesundheits- und Erfassungssysteme aufeinander und dann auch noch auf national unterschiedliche  Interessen treffen.

Zu welchen Problemen dieser Flickenteppich führt, zeigt der SARS-CoV-2-Ausbruch im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen von Mitte Juni. In einem Schlachthof hatten sich viele Mitarbeiter mit dem Virus infiziert, was dazu führte, dass in zwei Kreisen, in Gütersloh und in Warendorf, der kurz zuvor eingeführte Grenzwert von 50 Neuinfektion pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten wurde und zunächst die zwei Kreise zum Risikogebiet erklärt wurden.

Die Folge: Alle anderen Bundesländer entschieden, dass Menschen, die aus diesen Gebieten stammen, nicht einreisen dürfen, es sei denn, sie können einen negativen Covid-Test vorweisen. Österreich verhängte kurzzeitig eine Reisewarnung für das ganze Bundesland, was zu einem Aufschrei aus Nordrhein-Westfalen führte. Nach vielen Gesprächen auf höchster politischer Ebene lenkte der österreichische Kanzler Sebastian Kurz schließlich ein und beschränkte seine Reisewarnung auf den einen zu dem Zeitpunkt noch betroffenen Kreis.

Gleichzeitig gibt es noch ein anderes europäisches Land, das den strengen Grenzwert der Deutschen zu spüren bekommt, nämlich Schweden. Das Land überschreitet den Grenzwert zurzeit mit über 80 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche massiv. Das hat weitreichende Folgen: Menschen, die aus Schweden nach Deutschland einreisen, müssen für zwei Wochen in Quarantäne, es sei denn, sie können ein ärztliches Attest über einen negativen SARS-CoV-2-Test nachweisen, das nicht älter als zwei Tage ist. Und das obwohl, trotz insgesamt hoher Zahlen, die Situation in Schweden ähnlich heterogen ist wie in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen variieren stark innerhalb des Landes, so dass die berechtigte Frage im Raum steht: Wie definiert man ‘Gebiete mit hinreichend ähnlicher epidemiologischer Lage’, wie es die europäische Kommission fordert, innerhalb von Europa?

Genauso heterogen ist die Art, wie bewertet wird. In Frankreich zum Beispiel werden die Regionen in drei unterschiedliche Gefährdungszonen eingeordnet, eingeteilt in die Farben grün, orange und rot. In welche Gefährdungszone sich die Region befindet, wird von zwei Faktoren abhängig gemacht. Zum einen davon, wie viele Menschen sich mit dem Verdacht auf eine Covid 19-Erkrankung im Krankenhaus melden und zum anderen von den Kapazitäten der Intensivstationen in der Region.

Wie die Reisebestimmungen für die einzelnen Länder aussehen, darüber gibt eine Seite der europäischen Kommission Auskunft: https://reopen.europa.eu/en.

In welchen anderen Ländern kann man aktuell zweite Wellen beobachten?

Im Folgenden Abschnitt geht es nicht um Vollständigkeit. Hier nur einige Beispiele:

Zweite Wellen können zurzeit in einigen Ländern oder Regionen beobachtet werden. So verzeichnete der Iran beispielsweise am 25. Juni einen Anstieg der Infektionszahlen von 6,6% im Vergleich zur Vorwoche, Schweden einen Anstieg von 11,2% im gleichen Zeitraum, so hat es die britische Zeitung “Guardian” berechnet. In Deutschland ist der Anstieg sogar noch dramatischer: Die Zahl der Neuinfektionen stieg innerhalb einer Woche um 36,7%, was vor allem auf einen lokalen Ausbruch der Krankheit in einem Schlachthof zurückzuführen ist (siehe “Wer erklärt wen zum Risikogebiet?).

Portugal wurde in den vergangen Tagen von mehreren europäischen Regierungen wieder als Risikogebiet eingestuft, nachdem es laut der Statistik des European Centers for Disease Control in den vergangenen sieben Tagen alle 24 Stunden im Schnitt 289 neue Corona-Fälle zu vermelden hatte, drei Viertel der Erkrankungen wurden im Großraum Lissabon gemeldet.

Am 28. Juni verkündete der israelische Gesundheitsminister Yuli Edelstein, dass man davon ausgehe, dass Israel tatsächlich von einer zweiten Welle betroffen sei und nun erneut Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie getroffen würden. Süd-Korea, das als Vorzeige-Land in Sachen Pandemie-Bekämpfung galt, verkündete eine zweite Welle und auch in Lissabon wurden die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verschärft nachdem dort mehrere Tage in Folge steigende Infektionszahlen vermeldet wurden. In den USA zeichnet sich ab, dass in den Staaten, in denen die Lockdown-Maßnahmen zuerst gelockert oder aufgehoben wurden, Hotspots mit hohen Infektionszahlen auftauchen, die das Potential haben, eine zweite Welle auszulösen.

Hier ein Überblick über die Zunahme (in Prozent) der Gesamtfälle in einigen auserwählten Ländern:

Quelle: Guardian/ https://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2020/jun/25/revealed-data-shows-10-countries-risking-coronavirus-second-wave-as-lockdown-relaxed)

Was einzelne Länder angeht, kann man sich die unterschiedlichen Formen dieser Verläufe im Dashboard, das die Johns-Hopkins-University zur Verfügung stellt, anzeigen lassen: https://www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html

Gemein haben die Verläufe, dass der zweite Anstieg immer infolge von Lockerungen nach einem Lockdown zu beobachten war.

Hier einige Beispiele:

Wie man sieht: den „einen Verlauf“ gibt es nicht. Jede Situation ist anders. Hoffen wir, dass es in Luxemburg nicht zu einer zu starken zweiten Welle kommt. 

Autor: Jean-Paul Bertemes (FNR), Annick Eimer (Science Relations)
Editor : Michele Weber (FNR), Joseph Rodesch (FNR), Sabine Schmitz (LCSB)

Mehr zum Hauptautor:

Alle Artikel auf science.lu zum Thema Covid-19:

Und hier der Bericht der Forscher der COVID-19 Task Force zum Thema zweite Welle:

Infobox

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